Gorillas & cars Affengeil

Beitragsseiten

Kaffee soll Kunden teure Karossen schmackhaft machen. Autohändler Stefan Göbel ist überzeugt, dass dies funktioniert und bietet das Konzept Gorillas and Cars auch Kollegen an.

„Wo sind die Kunden?“ Diese Frage stellte sich Autohändler Stefan Göbel nicht erst vor drei Jahren. Aber vor drei Jahren wurde sie für ihn erneut aktuell. Denn trotz insgesamt rückläufiger Neuzulassungen für Pkw und einer sinkenden Nachfrage nach Neuwagen im Privatbereich trat der Automobilhersteller Mitsubishi Motors an ihn heran. Die Idee: in Frankfurt am Main ein neues Autohaus eröffnen. Für Göbel war sofort klar, dass dies nur mit einem ganz speziellen Konzept funktionieren würde.

Drei Jahre später haben Göbel und seine Frau Stefanie unter der Marke Gorillas and Cars solch ein Konzept entwickelt und vor Ort, im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen, auch umgesetzt. Jetzt steht Gorillas and Cars sogar vor der Vervielfältigung und wird in Lizenz Autohausbetreibern und Unternehmen in anderen automobilnahen Handelssparten angeboten. „Wir führen zurzeit mit bis zu acht Interessenten Gespräche und hoffen, bald zu einem Abschluss zu kommen“, verrät Göbel.

Die Grundidee des neuen Konzepts ist es, eine Café-Lounge mit einem Autosalon zu kombinieren. Vielleicht eine naheliegende Idee, denn beispielsweise auch beim Pkw-Vertrieb von Mercedes sind die Verantwortlichen bereits auf einen ähnlichen Gedanken gekommen. Im vergangenen Jahr eröffneten die Schwaben ihren ersten „Mercedes-Me“-Store. Auf rund 550 Quadratmetern, in exklusiver Lage am Ballindamm, an der Hamburger Binnenalster. Das Bistro-Bar-Lounge-Autohaus-Konzept ist hochwertig ausgestattet und verbindet ebenfalls Kaffee mit teuren Karosserien. Demnächst soll es, so das Stuttgarter Unternehmen, in bestehenden Mercedes-City-Stores etabliert werden. Bis zum Jahr 2020 soll es hierzulande dann 20 davon geben.

In die gleiche Richtung bewegen sich Stefan und Stefanie Göbel. Mit Kaffee, Snacks und kleinen Gerichten holen sie Kunden in ihr Autohaus-Café. Rund 30 bis 40 seien es täglich, vor allem montags bis freitags, die im Gorillas and Cars bedient werden, sagt Göbel. „Ohne das neue Konzept kämen schätzungsweise nur zwei“, fügt er hinzu. Und eine weitere Zahl scheint für das neue Konzept zu sprechen: „Wir haben 2014 hier an diesem Standort über 40 Mitsubishi-Fahrzeuge verkauft. In unseren Augen ein schöner Erfolg“, meint der Autohaus-Inhaber.