Foodservice Metro will mehr

Metro will verstärkt im Foodservice-Geschäft Fuß fassen. Um neue Kunden zu gewinnen, wurde ein erstes Zustell-Depot in Weiterstadt bei Frankfurt/Main erweitert und umgebaut.

Food Service Distribution (FSD) heißt das neue Zustell-Depot der Metro in Weiterstadt, von wo aus künftig vor allem Gastronomie-Kunden beliefert werden sollen. „Immer mehr Kunden gerade aus der Gastronomie wünschen eine Belieferung. Dieses Potenzial wollen wir noch besser ausschöpfen“, begründet Axel Hluchy, Vorsitzender der Geschäftsführung Metro Cash & Carry Deutschland, den Schritt. Metro macht hier gemeinsame Sache mit der hauseigenen Tochter C + C Schaper, die auf den Zustellservice für die Gastronomie spezialisiert ist. Somit wird es der Metro möglich, bei den nicht unerheblichen Logistikkosten zu sparen. Darüber hinaus gab es auch Veränderungen im Sortiment. In Weitersstadt stehen nunmehr rund 5.000 Produkte zur Verfügung, die perspektivisch auf 8.000 Produkte erweitert werden, wie die Metro mitteilt.

Das Belieferungs-Sortiment umfasst Kernbedarfsartikel für Hotels, Restaurants sowie Caterer. Aber auch Produkte für individuelle Kundenbedarfe, wie das Unternehmen mitteilt. Was bedeutet, dass sich auch C-Stores mit Bistro- oder Restaurant-Bereich beliefern lassen können. Den Verantwortlichen geht es nach eigenem Bekunden jedenfalls hauptsächlich darum, neue Kundengruppen zu gewinnen.

Das Konzept wird als eigenständiges Geschäftsmodell betrachtet und ist unabhängig von den Abläufen bei Cash & Carry, also den klassischen Abholmärkten. Alle Fäden laufen in der Region Frankfurt im Zustell-Depot in Weiterstadt zusammen. Von dort aus werden Metro- und C+C Schaper-Kunden gemeinsam beliefert. Und auch in Sachen Preisgestaltung gibt es Neuerungen: Die Belieferungspreise werden von den Großmarktpreisen abgekoppelt. Damit richtet Metro die Preise stärker am Wettbewerb aus. Ein weiteres Indiz, dass es der Düsseldorfer Konzern ernst meint und in diesem Bereich Fuß fassen möchte. Eine Ausweitung auf andere Läger ist durchaus möglich und dürfte maßgeblich von den Ergebnissen in Weiterstadt abhängen. Depotleiterin Katrin Eggert formuliert dies so: „Wir freuen uns, in Weiterstadt die ersten zu sein, die FSD umsetzen.“