Kaffeebar Bedienen Sie sich!

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Kaffeebar-Atmosphäre mit Selbstbedienungsangebot – auf kleinem Raum ein gute Möglichkeit, die Kundenwünsche zu erfüllen.

Der Raum ist knapp, die Mitarbeiter sind mit ihrem Aufgabenbereich ausgelastet und die Kunden sollen schnell und reibungslos bedient werden. Wie kann in diesem Szenario ein zeitgemäßes Kaffeeangebot mit allen Spezialitäten integriert werden? Für manche Standorte lautet die Antwort: Mit einem attraktiven Self-Service-Angebot. Viele Röstereien und spezialisierte Unternehmen bieten entsprechende Konzepte an.

Nachdem Selecta zusammen mit Starbucks das Selbstbedienungskonzept „Starbucks Corner Café“ für Büros entwickelt hat, wird jetzt ein SB-Konzept für Convenience-Shops unter dem Namen „Starbucks on the go“ getestet. Die Konzepte wollen den typischen Geschmack und das Flair einer Starbucks-Filiale bieten. Das Starbucks Corner Café wurde so entworfen, dass es dem Stil der Starbucks-Stores entspricht. Das Design beinhaltet ein Bild des ersten Starbucks-Ladens, der 1971 am Pike Place Market in Seattle eröffnet wurde. Damit will man die Tradition und die Kaffee-Expertise unterstreichen, die sich das Unternehmen im Lauf der letzten 40 Jahre angeeignet hat. Zur Ausstattung gehören darüber hinaus eine hochwertige Kaffeemaschine, Kaffeebohnen von Starbucks, frische Milch, verschiedene Arten von Sirup sowie ein Kühlschrank für die Milch. Außerdem werden modular aufgebaute Möbel und optional Stehtische angeboten. Selecta ist verantwortlich für das Marketing, die Aufstellung und den Betrieb der Corner Cafés inklusive der täglichen Versorgung mit frischer Milch. Viele für Starbucks typische Spezialitäten werden nach Abschluss der Testphase für den Convenience-Channel dann auch in Selbstbedienung im Shop zu haben sein. Dazu gehören neben Espresso, Cappuccino & Co. auch Chai Tea Latte und Hot Chocolate.

Nestlé hat mit der Nescafé Milano Lounge seit Beginn des Jahres ebenfalls ein Kaffee-Selbstbedienungs-Konzept auf dem Markt. „Es ist zu erwarten, dass Coffee-Shop-Umsätze auch weiterhin steigen. Gleichzeitig gelten die dafür nötigen Flächen als rar und teuer“, sagt Marcus Groll, Beverage Manager bei Nestlé Professional Deutschland. Als bedarfsgerechte und zeitgemäße Lösung habe man die Milano Lounge entwickelt, mit der auf einem Quadratmeter Fläche mit zahlreichen Getränkevarianten ein Maximum an Vielfalt und Individualität geboten werden könne. An einem Touchscreen kann der Gast von der Bechergröße und der Kaffeestärke über die Milchmenge und ihren Fettgehalt bis hin zur Getränkeart alles frei bestimmen. Die Füllprodukte sind auf das Gerät abgestimmt. Zur Wahl stehen ein Table-Top- oder ein Standgerät, To-go-Becher oder Porzellan, ein Festwasseranschluss oder ein Wassertank sowie unterschiedliche Zahlungssysteme. Darüber hinaus lässt sic h das Gerät mit einer eigenen Promotion bespielen.

Auch Dallmayr bietet mit den Coffeepoints eine Self-Service-Lösung, die individuell den Anforderungen im Shop angepasst werden kann. Auf einem Unterbau-Möbel in verschiedenen Oberflächendesigns und Größen werden unterschiedliche Kaffeeautomaten eingesetzt. Modular kann das System um Stehtische und Barhocker ergänzt werden. Der Kunde kann je nach Standort und Zielgruppe Systeme wählen, die mit Frischmilch arbeiten oder mit einem Füllprodukt, zusätzlich kann auch ein Teesortiment angeboten werden. „Bei uns gibt es wenig von der Stange. Alles wird individuell auf den Kunden zugeschnitten“, sagt Petra Büttinghaus, Brand Manager Gastronomie bei der Alois Dallmayr Kaffee oHG. Dazu gehören auch unterschiedliche Zahlungssysteme: Den Kaffee zahlt man klassisch an der Kasse, wo die Mitarbeiter einen To-go-Becher ausgeben, oder die Zahlung erfolgt bargeldlos am Coffeepoint. Dafür wurde mit dem Geschäftsbereich Dallmayr Card Systeme die GenussCard entwickelt, d ie mit einer Bonuskarte kombinierbar ist, für die unterschiedliche Aktionen hinterlegt werden können, beispielsweise, dass jede zehnte Kaffeespezialität gratis zu haben ist.

Fotos: Shutterstock, Carsten Hoppen, Nestlé