Shop des Jahres ´15 Der Höhepunkt

Shop des Jahres ’15: Mit der Preisverleihung am Abend des Anuga-Sonntags endete der diesjährige Wettbewerb Shop des Jahres. Ein Rückblick.

„Auch der Mittelstand zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, Veränderungen anzustoßen und Konzepte richtig zu positionieren“, betonte Torsten Eichinger in seiner Festansprache. Schon am Morgen der Preisverleihung Shop des Jahres ’15 hatte der MCS-Geschäftsführer im Rahmen der Jury-Sitzung die Bestätigung für seine Diagnose bekommen. Die Konzepte der Nominierten im diesjährigen Wettbewerb von Convenience Shop zeigten deutlich, was im Convenience-Kanal machbar und erfolgreich zu vermarkten ist. Und das in allen drei Wettbewerbs-Kategorien mit ihren insgesamt neun Nominierten. Dazu gehörten unter den 

Bahnhof-, Flughafen- und Messe-Shops:

  • Store der SV-Group auf dem Düsseldorfer Messegelände
  • Quicker’s Flugsteig B am Airport Düsseldorf
  • Spar express im Frankfurter Hauptbahnhof

Tankstellen-Shops/Performance

  • Auto-Palmer in Weinstadt
  • Avia Station Hautmann in Pressath
  • bft-Tankstelle in Karlsruhe, Willy-Brandt-Allee

Tankstellen-Shops/Konzept

  • Aral-Tankstelle am Autohof Neuenkirchen
  • Team-Tankstelle in Flensburg-Peelwatt
  • Westfalen-Tankstelle in Münster-Amelsbüren

Alle Konzepte haben eines gemeinsam: Sie stehen für Individualität (Details Seite 20 bis 25) und grenzten sich deutlich gegenüber Wettbewerbern ab. Eichinger zeigte in seiner Rede ebenfalls diverse Beispiele auf, die Convenience mit nach vorn tragen. Darunter bekannte Namen wie Scoom, Ahold to go, Yorma’s und Quicker’s. Ohne jede Wertung erwähnte er in diesem Zusammenhang auch Rewe to go in Kombination mit Aral oder Spar und Jet. Alle sind neue Wege gegangen und stünden für Veränderungen. Zum Teil ließen sich diese Konzepte auch an Verkehrsknotenpunkten wie Bahnhöfe umsetzen. Jedenfalls zeigte sich der MCS-Geschäftsführer überzeugt, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. Es werde zusätzliche Convenience-Formate geben.

Und es gibt sie schon, auch wenn sie sehr stark regional geprägt sind. Einmal mehr zeigte das auch die Preisverleihung, denn viele der Nominierten sind an ihrem Standort die Local Heros. Andere wiederum rollen ihre Konzepte national aus.

Nachdem Eichinger dem Convenience-Kanal mit neuen Ideen gute Wachstumschancen prophezeit hatte, stellte Hans Jürgen Krone die Nominierten vor und zeichnete mit Unterstützung eines Mitglieds aus der Jury die Gewinner aus. Das ist der Quicker’s im Düsseldorfer Flughafen in der Kategorie Bahnhof, Flughafen, Messe. „Danke“ sagte Clelia Lambiase, die die Bereichsleitung in Düsseldorf für Casualfood wahrnimmt. Und sie fügte an: „Ich bin stolz auf den Preis.“ Klaus Dieter Schwarz aus der Jury sprach in seiner Laudatio dann auch noch einmal an, was den Quicker’s auszeichnet, und das waren vor allem die wirtschaftlich sehr guten Kennziffern und die hohe Frequenz, die diese kleine SB-Fläche anzieht. Das käme nicht von ungefähr, denn Casualfood verstehe es, seine Verkaufskonzepte auch in Szene zu setzen.

Tankstellen bedienen die regionale Nachfrage

Unter den Tankstellen, die für ihre gute Performance nominiert wurden, machte die bft in Karlsruhe das Rennen. Beeindruckt war die Jury vor allem von ihrem Außenbereich, der den Vergleich mit anderen gastronomischen Einrichtungen nicht scheuen muss. Dazu habe man sich entschieden, weil die Station gegenüber des Karlsruher Schlosses liege und auch von Touristen aufgesucht werde. Jury-Mitglied Heike Reinecke hatte in der Kategorie den Gewinner verkündet. Überzeugt hätten in diesem Falle auch die integrierte Hatz-Bäckerei, eine regional starke Marke.

Dritter im Gewinner-Bund ist die Westfalen-Tankstelle in Münster. Mit ihrem Drive-in hat sie ein wirklich neues Konzept realisiert, sagte Torsten Eichinger in seiner Laudatio. Sie hat rechtzeitig die Chance wahrgenommen in einem entstehenden Gewerbepark zeitlich mit der neuen Abfahrt Amelsbüren an der A2 zu eröffnen. Gestalterisch überzeugt sie zudem mit einem sehr übersichtlichen Shop, und für die mobilen Kunden stehen nahezu alle Kraftstoffe zur Verfügung, auch eine E-Bike-Ladestation und in naher Zukunft eine Wasserstoff-Tankstelle.

Doch nicht nur die Gewinner wurden am Abend des Anuga-Sonntags gefeiert. Auch bei den Nominierten herrschte Zufriedenheit. „Für uns ist es schon eine Auszeichnung, es ins Finale geschafft zu haben“, sagte Sylvia Schurer, Betreiberin der Esso-Tankstelle Auto-Palmer in Weinstadt. Und genauso dachte auch Rita Tillmann. Sie verantwortet erst seit kurzem die Aral-Tankstelle am Autohof Neuenkirchen: „Ich freue mich, überhaupt hier zu sein.“ Charlotte Hautmann von der Avia Station in Pressath hatte ihr besonderes Highlight: „Ich bin heute mit einem Industrie-Vertreter ins Gespräch gekommen. Er will dafür sorgen, dass wir vom Außendienst seines Unternehmens wieder besucht werden. Allein deshalb hat sich die Fahrt nach Köln gelohnt.“

Apropos Industrie. Sie sowie andere Partner haben in diesem Jahr den Wettbewerb wieder tatkräftig unterstützt. Mit dabei waren Coca Cola und Vio, Mars Chocolate sowie Combera und die Anuga.