Shop des Jahres 2015 Kategorie Bahnhof, Flughafen, Messe

Quicker’s Airport Düsseldorf

GEWINNER: Er fällt etwas aus dem Rahmen, dieser Shop des Jahres-Gewinner und doch setzt er Benchmarks für die ganze Branche. Am Flugsteig B im Düsseldorfer Airport statuierte der Verkehrsgastronom Casualfood mit einer kleinen Version des Quicker’s, dem Format für den schnellen Einkauf, ein Exempel, in dem das gesamte Sortiment nur auf Selbstbedienung bzw. Take away ausgerichtet ist.

Wer sich also schnell einen Kaffee mitnehmen will, der kann ihn sich selbst ziehen. Snacks sind bereits verpackt und alles andere, von Bonbons bis zum kleinen Nonfood-Reisebedarf, liegt, steht oder hängt verkaufsbereit in den Regalen. Dieses SB-Konzept ist dem Standort geschuldet. Denn für ein Frische-Angebot wären die technischen Auflagen nur mit sehr hohen Investitionen zu erfüllen gewesen.

Casualfood bietet hier alles, was Reisende vor ihrem Abflug auf die Schnelle noch besorgen wollen. Auffallend ist das große Angebot an Getränken, darunter Energy Drinks, Wasser (auch internationale Sorten), Limonade und Sekt – alles gekühlt. Wer will kann die Flaschen sofort öffnen. Damit grenzt sich dieses Format von den umliegenden Gastronomie-Betrieben deutlich ab.

Casualfood beweist mit diesem Quicker’s, wie flexibel das Konzept auf die Standort-Gegebenheiten zuzuschneiden ist. Erhalten bleibt der Auftritt mit seinen pastellfarbigen Querstreifen. Sie stehen u.a. für neue Trendsortimente, die der Shop führt, für ganzjährige Aktionen und saisonale Highlights sowie die Integration moderner Technik. Die Industrie-Promotions werden im Düsseldorfer Quicker’s über Mega-Monitore angekündigt. Diese steuert die Zentrale in Frankfurt, dem Sitz von Casualfood.

Typisch für Quicker’s: die pastellfarbenen Querstreifen. Sie stehen für Dynamik, denn nicht nur der Name des Shops soll Reisenden Schnelligkeit vermitteln. Großbildschirme weisen auf Promotions hin, die Casualfood mit der Industrie durchführt.

Messeshop Düsseldorf der SV Group

NOMINIERT: Der Messeshop unterliegt anderen Gesetzmäßigkeiten. Umsatz, Frequenz sind von der Anzahl der Messetage und von der Bedeutung der Messe abhängig. 2014 war der Store 288 Tage geöffnet, 2015 werden es rund 210 und 2016 voraussichtlich 320 Tage sein. Besondere Anforderungen werden an die Mitarbeiter gestellt, denn sie müssen flexibel in ihrer Arbeitszeit sein und mehrere Sprachen sprechen. Dem Geschäftsaufkommen entsprechend sind Präsentationen und Abläufe effektiv zu planen. Durch Neupositionierung und den Umbau hat die SV Group einen dynamischen und bedarfsgerechten 300 qm Shop geschaffen, der dem Image eines international agierenden Messestandortes gerecht wird. Dementsprechend wurde ein modernes, funktionelles Ambiente geschaffen, in dem Take away und Vorort-Verzehr möglich sind. Dort werden auch Noteinkäufe werden bedient. So gibt es Briefmarken, Telefon-Karten und Gutschein-Geschenke. Die Öffnungszeiten sind den Messezeiten angepasst, doch auch ein Abendservice ist auf Vorbestellung möglich. Alles in allem konnte ein bisher nicht bedientes Potenzial erschlossen werden.

Spar express Frankfurt Hauptbahnhof

NOMINIERT: Einerseits macht die Kooperation mit Backwerk diesen Spar express außergewöhnlich, andererseits ist es sein Standort zwischen Gleis 1 und 2 im Kopfbahnhof der Main-Metropole. Trotz seiner nur 1.000 Artikel verfügt der Shop über ein supermarktähnliches Sortiment, führt auch Preiseinstiegsmarken der Edeka, orientiert sich aber ansonsten in der Preisfindung an C-Stores. Er ist ausgerichtet auf Mitnahme-Artikel für Reisende und Pendler, u.a. frisches Obst. Gleichzeitig hält er das Notwendigste für Anwohner bereit, also auch Babywindeln, Tiernahrung und Waschmittel. Für laufend frische Backwaren sorgt das integrierte Backwerk mit belegten Brötchen, gegrillten Paninis, herzhaften Snacks, Kaffeespezialitäten und Kaltgetränken. An der Kaffeebar und der Snacktheke ist Selbstbedienung. Von 5 Uhr morgens bis nachts um 24 Uhr ist die 60 qm große Fläche eine Anlaufstelle. Obwohl regionale und internationale Bäckereiketten im Umfeld liegen und ein Food-Court dire kt angrenzt, wird das SB-Sortiment von Spar und Backwerk genutzt, besonders von den eiligen Kunden. So bringt er es auf einen qm-Umsatz von 40.000 Euro.

Von der hohen Frequenz im Frankfurter Hauptbahnhof profitiert der ehemalige Point-Shop in besonderem Maße, denn wöchentlich machen mehr als 15.000 Kunden dort einen kurzen Stopp.