Shop des Jahres 2015 Kategorie Tankstelle / Konzept

Westfalen-Station Münster-Amelsbüren

GEWINNER: Genau vor einem Jahr hatte die Westfalen-Tankstelle in Münster-Amelsbüren von sich Reden gemacht, als sie bundesweit als erste Station mit einem Drive-in-Schalter eröffnete. Ein Jahr später haben ihre Betreiber Frank Wadlinger und Lebensgefährtin Marion Adler jetzt unter anderem dafür die Auszeichnung Shop des Jahres ’15 entgegengenommen. „An dieser Station wurde ein wirklich neue Idee verwirklicht“, urteilte hier die Jury.

Außerdem überzeugte sie das klare, freundliche Design in elegantem Anthrazit, hellen Holztönen und frischem Grün. Dank der geschickten Anordnung von Backwarentheke und Kassenzone mit Tabakwaren und Impulsartikeln und dem Drive-in-Schalter als eine Einheit sowie der 30 qm große Bistro-Lounge mit Ladestationen für Mobilgeräte und kostenlosem WLAN-Hotspot – als einem weiteren in sich geschlossen wirkenden Bereich – sieht die Fläche sehr großzügig aus. Das ist nicht zuletzt auch dem Lichtkonzept zu verdanken. Vom Eingang bis zur Kasse bleibt Platz für diverse Regal-Gondeln. Interessant: Das Sortiment rund um die Autopflege ist auf ein Minimum reduziert. Dafür konnten neuartige Sortimentsbausteine, wie E-Loading-Karten, Geschenk-Gutscheinkarten, BVB-Fanshop, Mobilfunkzubehör aber auch kleinen Geschenkartikel, breit platziert werden.

Die Westfalen-Tankstelle liegt im künftigen Hansa Business-Park unweit der A1. Dort versorgt sie die ersten angesiedelten Gewerbetreibenden, Landwirte aus der Umgebung und Pendler mit einem breit aufgestellten Shop- und Bistro-Sortiment sowie einer Mautstation, aber auch mit besonderen Kraftstoffangeboten. Das heißt, eine Ladestation für E-Bikes, Alternativenergien wie Autogas (LPG) und künftig auch Wasserstoff.

Rund 25 Prozent des Shop-Umsatzes macht Frank Wadlinger (rechts) über den Auto-Schalter. Im Schnitt nutzen ihn 105 Kunden am Tag. Ein mit einem Headset ausgestatteter Mitarbeiter nimmt die Bestellungen auf. Rund um die Uhr ist mindestens eine Doppelbesetzung notwendig.

Aral-Station Autohof Neuenkirchen

NOMINIERT: Herzstück des Autohofes ist sein Gastronomieangebot, mit dem auch die dortige Aral-Tankstelle mithalten kann. Mehr als ein Drittel Umsatzanteil vom Shop-Geschäft sprechen für sich. Außerdem hält das wechselnde und regional- sowie saisonal-geprägte Angebot von Snacks und Speisen dem unmittelbaren Wettbewerb wie Burger King und McDonalds stand. Immerhin drei Viertel der 16 Mitarbeiter sind im PetitBistro tätig.

Tankstellen-Partnerin Rita Tillmann hat das gesamte Shop-Angebot auf die wesentlichen Bedürfnisse der Reisenden am Autohof fokussiert. Insofern fehlen jene Dienstleistungen, die nicht den Travelbereich tangieren. Dafür gehören zu den Kernsortimenten Impulsprodukte, Autopflege und Zubehör. Ihre Darbietung wurde im vergangenen Jahr in ein neues Design gebettet und damit in ein Konzept, das Aral bundesweit ausrollen will. Die Farbe Weiß und Holzoptik laden zum Verweilen ein. Dabei ist das Ambiente nicht nur zeitgemäß, sondern auch funktionell, wie die Frontcooking-Station im Bistro-Teil, denn Reisende sollen laut Rita Tillmann auch unterwegs mit frisch zubereiteten Mahlzeiten versorgt werden.

Die Aral-Station erfüllt den Kunden den Wunsch nach einer bürgerlichen, traditionellen Küche sowie hochwertigen Kaffee- und Tee-Spezialitäten. Durch das Zusammenspiel von Shop (180 qm), Bistro (70 qm) und Architektur will Aral zur Entschleunigung der Kunden beitragen.

Team-Station Flensburg-Peelwatt

NOMINIERT: Im Sortiment der Team-Tankstelle spiegelt sich die Nähe zur Region wider, etwa mit speziellen Bieren und Süßwaren oder auch mit typisch norddeutschen Gerichten im großen Bistro-Teil. Dieser wurde beim Umbau 2013 auf 64 qm erweitert.

Obwohl Pächter Maik Bansemer und sein Team viel Energie in diesen Geschäftszweig stecken, kommt das eigentliche Shop-Geschäft nicht zu kurz. Regelmäßige Aktionen sind genauso selbstverständlich wie gekühlte Getränke und ein breites Tabakwarensortiment. Dieses macht 52 Prozent vom Umsatz – vielleicht, weil Raucher auf ein breites Angebot stoßen, das nicht nur die üblichen Produkte vorrätig hält, sondern auch Spezialitäten wie Pfeifentabake. Durch Raumteiler und unterschiedliche Fliesen wird der Verkaufsraum optisch in die Bereiche Bistro und Shop unterteilt.

Die Einrichtung ist sachlich, funktionell und bietet auch Fremden einen guten Überblick. Trotzdem bleibt die norddeutsche Kühle außen vor. Dort regiert im wahrsten Sinne der Worte der Team-Geist. Die Mitarbeiter sehen sich als Gastgeber und das von 4.30 Uhr bis 23 Uhr.

Regionale Produkte sind das eine Standbein der Team-Tankstelle, der gastronomische Bereich das andere. 100 Mittagessen, davon 40 Prozent von der wechselnden Mittagskarte, verlassen täglich die offene Küche.