Shop des Jahres 2014 Das Finale

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Die Preisverleihung war der krönende Abschluss des Wettbewerbs Shop des Jahres ’14. Convenience Shop hatte wieder innovative Store-Konzepte ausgezeichnet. Ob Gewinner oder Nominierte, sie alle hatten eins gemeinsam: Auf kleiner Fläche sorgen sie für Erlebnis.

Während die Piloten Anfang Dezember wieder am Boden blieben, das erste Blitzeis mancherorts den Verkehr lahm legte und die Bundesbank ihre Wachstumserwartungen für die deutsche Wirtschaft nach unten schraubte, näherte sich der Wettbewerb Shop des Jahres ’14 seinem Höhepunkt. Von trüber Stimmung war im Congress-Centrum Nord der Koelnmesse dagegen nichts zu spüren, allerdings eine erwartungsvolle Nervosität unter den Nominierten aus den drei Kategorien

Bahnhof/Flughafen:
  • Spar Express Cottbus
  • Fresh and Service Blaubeuren
  • Spar Express Spandau
C-Store/Nahversorger/Kiosk:
  • Markt Laden Schwarzhofen
  • Miniladen Im Oberösch eG Kempten-Sankt Mang
  • Tante Emma Laden & Café Augsburg
Tankstelle/Raststätte:
  • Avia Station Hautmann Pressath
  • Esso Station Beeke Tank Scheeßel
  • Shell Tankstelle W. Hollmotz Bad Klosterlausnitz

Wer Shop des Jahres ’14 wird, hatte die Jury erst am Vormittag der Preisverleihung entschieden und zeichnete das Team vom Spar Express Spandau, die Initiatoren des Tante Emma Ladens & Café sowie die Betreiber der Esso Station Beeke Tank aus.

Der Chefredakteur von Convenience Shop, Hans Jürgen Krone, sprach in seiner Begrüßung davon, dass alle Bewerber mit der Versorgung der Menschen mit Food und Dienstleistungen Aufgaben erfüllten, die durchaus gesellschaftlich relevant sind. Außerdem zeigten die nominierten Shop-Konzepte, wie auf kleiner Fläche auch Erlebnis geschaffen werden kann.

Fast 20 Jahre beschäftigt sich Convenience Shop eingehend mit den Formaten und stellt immer wieder fest, dass sich die Branche weiterentwickelt hat, heute ganz nah am Kunden und Gast ist und immer wieder Gas gibt. Die Bewerbungen sind darum ein Potenzial an Benchmarks, vor allem weil die Jury nicht nur auf Softfacts wie Shop-Layout, die Warenpräsentation und Kundenservice achtet, sondern auch Hardfacts, also die Wirtschaftlichkeit abklopfe.

Ein Unternehmen, das in diesem Markt ein Vorbild geworden ist und hinsichtlich Größe und Ausrichtung in gerade einmal zehn Jahren konzeptionell an der Spitze des Convenience-Channels steht, ist der Frankfurter Verkehrsgastronom Casualfood. Stefan Weber, einer seiner beiden geschäftsführenden Gesellschafter, war in Köln dabei. Er meinte „Reisende soll man aufhalten“. Wie das funktioniert, erzählte er den Gästen auch. Mit der Demokratisierung des Fliegens habe sich die Verkehrsgastronomie geändert, hielt er fest. In den Convenience-Gründerjahren habe ein nüchternes, aber durchaus nützliches Design die Bistro-/Imbiss-Szene beherrscht. Damit sei heute nicht mehr zu punkten. Verkehrsgastronomen bliebe gerade einmal 1,5 Sekunden Zeit, den Fluggast positiv für seine Snacks, das Kaffee-Angebot etc. zu stimmen. Die größte Chance dazu bestehe nach der Sicherheits-/Pass-Kontrolle. Dann entspanne er sich von der Anreise und dem Einchecken, bevor es zum Boarding weiter gehe.

Fotos: Carsten Hoppen, Christian Belz


Für Casualfood heißt das, zwischen zwei Wimpernschlägen die Aufmerksamkeit der Reisenden auf sich zu lenken. Weber meint, dass trotz des kurzen Augenblicks genug Fluggäste einzufangen sind und spricht die hohe Frequenz an. Immerhin seien im vergangenen Jahr weltweit 3 Mrd. Menschen geflogen.

Dass Casualfood für nahezu jeden Standort an Verkehrknotenpunkten ein passendes Konzept hat, verdeutlichte er am Beispiel von Quicker’s. Schon der Name sei Programm, denn dieser C-Store biete alles, was man vor dem Abflug noch mitnehmen will, sei es ein Nackenkissen für den Flug, eine Zahnbürste, ein Mitbringsel oder einen frischen Kaffee-to-go sowie tageszeitlich abhängige Snacks.

Über das Design vermittelt Casualfood den Reisenden, dass ihnen unnötiger Aufwand erspart bleibt. Die charakteristischen pastellfarbenen Querstreifen im Logo symbolisieren beispielsweise Dynamik. Quicker´s ist ein modulares Konzept, das an vielen Verkehrsstandorten zum Einsatz kommen kann. Wo die technischen Auflagen nur schwer zu erfüllen sind, müsse mit problemlosen Bausteinen gearbeitet werden, erläuterte Weber. Am Düsseldorfer Airport führt der Quicker’s beispielsweise keine Frische, sondern nur Abgepacktes, weil die Auflagen für diverse technische Installationen eine Hürde waren.

Für die Event-Teilnehmer jedenfalls ein aufschlussreicher Beitrag dafür, wie Konzeptideen und Vermarktungsstrategien auf der einen und Machbarkeitsanalysen auf der anderen Seite zu verzahnen sind. Im Anschluss an Webers Ausführungen stellte Chefredakteur Hans Jürgen Krone die Nominierten vor, zu deren C-Stores Sie mehr auf den Folgeseiten lesen.

Fotos: Carsten Hoppen, Christian Belz


Die Jury

Spekulationen und Mutmaßungen über die Gewinner in den Wochen vor der Preisverleihung waren überflüssig. Erstmals traf die Jury ihre finale Entscheidung am Tag der Preisvergabe unseres Wettbewerbs Shop des Jahres.

Kennzahlen analysieren, Konzepte vergleichen, Warensortimente checken, Shop-Layouts beurteilen: Bevor die Juroren des Wettbewerbs Shop des Jahres ihre Entscheidung treffen, haben sie einige Punkte abzuhaken. Sie machen es sich nicht einfach, bevor sie ihr Votum abgeben und diskutieren ausführlich jede vorliegende Bewerbung. Die Erfahrungen und Anregungen sowie die Meinungen der Praktiker und langjährigen Wegbegleiter sind das Salz in der Suppe bei der Entscheidungsfindung.

Einen Blick in die Jury-Arbeit mit Hans Jürgen Krone, Chefredakteur Convenience Shop; Ulrike Pütthoff, Redakteurin Convenience Shop; Heike Reinecke, Betreiberin einiger Tankstellen in Bochum und Umgebung und Gewinnerin Shop des Jahres ’12; Reiner Graul, Geschäftsführender Gesellschafter, Bormann & Gordon Unternehmensberatung, und Hans-Hubert Spicker, ehemaliger Geschäftsführer MCS Marketing und Convenience-Shop Systeme GmbH.

Fotos: Carsten Hoppen, Christian Belz


Erfolgreiche Partner

Es ist das festliche Highlight im Convenience-Jahr: Die Preisverleihung Shop des Jahres. Den glanzvollen Auftritt der Gewinner ermöglichen in jedem Jahr die Partner unseres Preises. Ihrer Unterstützung ist es zu verdanken, dass die Preisverleihung Shop des Jahres für Gäste, Nominierte und Gewinner zu einem denkwürdigen Ereignis wird. Die Unternehmen unterstreichen damit den intensiven Einsatz, mit dem sie sich langjährig für das Convenience-Geschäft in Deutschland engagieren.

Anuga

Mit einem einzigartigen Messekonzept wird die Anuga, die vom 10. bis 14. Oktober 2015 wieder in Köln stattfindet, bei ihren Besuchern punkten: Sie führt mit zehn Fachmessen unter einem Dach Angebot und Nachfrage zielgerichtet zusammen. Damit schärft sie das Profil jeder Branche und führt gleichzeitig zu wertvollen Synergien. Zusätzlich fokussiert die Anuga mit zehn Trendthemen alle wichtigen Zukunfts-Entwicklungen. Im Rahmen der Ernährungsmesse 2015 wird auch das Handelsthema Convenience wieder eine wichtige Rolle spielen.

Coca Cola/Apollinaris

Auf Vielfalt für jeden Durst setzt das größte Getränkeunternehmen in Deutschland: Coca-Cola. Es konnte hier zu Lande im vergangenen Jahr rund 3,8 Mrd. Liter Getränke absetzen. Das Sortiment umfasst über 80 Produkte aus allen Segmenten alkoholfreier Erfrischungsgetränke. Zu jedem von ihnen mit Geschmack gibt es eine Alternative ohne Kalorien. Die Verpackungen und Größen reichen von der 0,15-Liter-Dose für den Verzehr unterwegs bis hin zur 2-Liter-Familienflasche.

Combera

1976 gegründet, ist die Münchner Combera GmbH Spezialist im Bereich Vertriebsoutsourcing und POS-Marketing. Sie bietet an allen Schnittstellen der Vermarktungskette Konzepte für die erfolgreiche Durchsetzung von Produkten am Markt. Die Division Rent a Sales Force setzt beispielsweise in der ganzen Branche Convenience-Store-Reisende ein. Diese Mitarbeiter führen kurz-, mittel- und langfristige Verkaufsdurchgänge durch.

Mars

Im Rahmen einer neuen ausgefeilten Strategie stellte Mars Chocolate Deutschland in diesem Jahr den Shop-Betreibern ein Instrument zur Bekämpfung von Kaufbarrieren im Impulsgeschäft zur Verfügung. Convenience Shop berichtete exklusiv über die Ergebnisse des Top-Seller-Tests in der Kassenzone. Außerdem forcierte Mars 2014 seine Strategie für die Mehrfachplatzierung von Süßwaren im Shop, die 2015 ausgebaut wird.

Fotos: Carsten Hoppen, Christian Belz