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Bildquelle: Martin Heiermann

Tabak Barthel Münchener Experimente

Das Familienunternehmen Pöschl Tabak legt großen Wert auf eine partnerschaftliche Betreuung des Handels. Ein Beispiel dafür ist der Münchner Tabakwarenhändler Barthel. Jetzt soll die Kundenbeziehung zu ihm noch enger werden.

Ohne Zweifel, das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Patrick Barthel und Pöschl Tabak, dem Tabakwarenhersteller aus dem bayerischen Geisenhausen, ist ein ganz besonders. Nicht nur, dass beide Partner als Familienunternehmen am Markt operieren, sie schätzen gegenseitig ihre Expertise. Diese beidseitige Wertschätzung hat nun dazu geführt, dass Pöschl und Tabak Barthel ihre Zusammenarbeit in den kommenden Jahren intensivieren wollen. Der Start wird in diesem Jahr erfolgen. Geplant ist, den Standort von Tabak Barthel in München Haar, am östlichen Stadtrand der bayerischen Landeshauptstadt, als eine Art von Pilotshop für eine neue ansprechende Warenpräsentation, insbesondere auch der Pöschl-Sortimente, zu nutzen. „Es soll über einen längeren Zeitraum experimentiert werden“, kündigt der Regionale Verkaufsleiter Carsten Wolf an.

Ganz gezielt sind die Pöschl-Verantwortlichen auf Patrick Barthel zugegangen. Seit 2011 ist der Jungunternehmer als Tabakwaren-Einzelhändler im Geschäft. Zunächst betrieb er fünf Standorte im Großraum München. Nun hat er sich auf den einen Standort in Haar fokussiert und die übrigen Läden abgegeben. Seit 2016 betreibt er den Shop am Stadtrand der bayerischen Metropole. Grund für die Aufgabe der andern Läden sei, so Barthel, der Kostendruck: „Die Mieten steigen und es wird immer schwerer, geeignetes Personal zu finden und zu halten.“ Der Shop in Haar allerdings liege sehr günstig, direkt an der Bundesstraße 304, mit ausreichend Kurzzeit-Parkplätzen vor der Tür.

Der Standort bietet rund 50 Quartmeter Verkaufsfläche und hat darüber hinaus ein ausreichend großes Lager und Büroräume im Keller. Geboten wird ein umfangreiches Angebot an Tabakwaren, inklusive Next Generation-Products und Shisha-Produkten sowie Getränke und Presseartikel und einige Süßwaren. Hinzukommen Dienstleistungen für die Post und Lotto-Gesellschaften. „Der Warenkorb pro Einkauf liegt in unserem Laden bei 12,40 Euro,“ berichtet Patrick Barthel. In seinem Online-Shop, den er ebenfalls betreibt, liege dieser Wert allerdings deutlich höher.

Aktiv im E-Commerce
Vor ein bis zwei Jahren hat der Tabakwarenhändler ein eigenes Engagement im E-Commerce konzipiert, organisiert und an den Start gebracht. „Das ist die Zukunft, „ sagt Barthel und verweist auf den durchschnittlichen Betrag, den seine Kunden bei ihrem elektronischen Einkauf bei Tabak-barthel.de ausgeben. Dieser liege bei 144 Euro. Zudem sei die tägliche Kundenzahl höher als im stationären Shop und die Kundentreue auch. 73 Prozent der Online-Käufer bestellen, so der Betreiber, erneut. Auch dieser Wert sei deutlich besser als im stationären Handel. Hinzu komme, dass er die Raucher bundesweit ansprechen und beliefern könne. Ein Plus in seinem Sortiment seien die Pöschl-Produkte, die wegen ihrer Qualität und ihres Preis-Leistungsniveaus stark nachgefragt würden.

Pöschl Tabak spricht Raucher weltweit an. Seit den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts expandiert der Hersteller kontinuierlich im Ausland. Neben klassischen Exportländern wie Frankreich, Österreich, England, Italien, Spanien und der Schweiz zählt Pöschl Tabak nach eigenen Angaben auch Abnehmer in Ländern wie Tschechien, der Slowakei, Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Belgien, Luxemburg und dem Fernen Osten zu seinen Kunden. So geht ein großer Teil der Produktion in den weltweiten Export.

Die Geisenhausener können heute auf ein weltweites Verkaufsnetz zurückgreifen und exportieren in über 100 Länder weltweit. Das zahlt sich aus, denn auch im vergangenen Jahr war das Auslandsgeschäft nach Unternehmensangaben ein starker Treiber. In fast allen Ländern und Warengruppen, die Pöschl bedient, konnten stabile Umsatzergebnisse, zum Teil deutliche Steigerungen verzeichnet werden. Ebenso legte im Duty-Free-Geschäft der Absatz weltweit zu. Zurzeit ist Pöschl an rund 100 Flughäfen auf vier Kontinenten vertreten. Der Gruppen-Umsatz stieg insgesamt wohl auf über 575 Mio. Euro.

Intensive Marktbearbeitung
Im deutschen Heimatmarkt konnte Pöschl 2019 ebenfalls punkten. Vor allem im Feinschnittbereich mit additivfreien Produkten der Marke Pueblo legte es eine durchgehend positive Entwicklung hin. Das ist auch ein Erfolg der intensiven Marktbearbeitung durch den Pöschl-Außendienst. Patrick Barthel jedenfalls lobt die Zusammenarbeit mit den beiden ersten Ansprechpartnern innerhalb des Unternehmens, Carsten Wolf und Außendienstler Michael Lederwascher.

„Das Unternehmen ist sehr nahe dran“, so der Tabakwarenhändler, die Kommunikation verlaufe unkompliziert und Pöschl reagiere – anders als der ein oder andere Wettbewerber – stets flexibel auf die Anforderungen beziehungsweise auf „individuelle Wünsche“. Man merke deutlich, dass es sich um ein Familienunternehmen handele.

Ein Testlauf wird gestartet
Auch deshalb hat sich Barthel mit Pöschl zusammengetan, um einiges gemeinsam auszuprobieren. Es wird darum gehen, die Pöschl-Produkte breiter aufzustellen. Vor allem auf den beiden Marken Pueblo und Red Bull wird dabei ein Schwerpunkt liegen. Es geht um die Platzierung in der Kassenzone, um die Anzahl der Facings und wie sie beispielsweise durch Licht bei Tabak-Barthel in Szene gesetzt werden können. Es geht um Sonderplatzierungen im Laden in Haar und um Verkaufsförderung. Dazu sollen Monitore in die Regaleinheiten integriert werden, um den Shop-Kunden aktuelle Werbebotschaften zu übermitteln.

Insgesamt soll die Produktpräsentation stärker strukturiert werden. So bekommen die Next Generation Products einen speziellen Platz auf der Verkaufsfläche– sie werden zentriert – und die Werbung sowohl im Innen- als auch im Außenbereich wird neu konzipiert und soll moderner werden. Wenn Mitte des Jahres der Startschuss für die Tests gefallen ist, will Pöschl die daraus generierten Ergebnisse nutzbar machen. „Wir werden diese, wenn sie dafür geeignet sind, modular auch auf andere Tabak-Shops übertragen“, kündigt der regionale Verkaufsleiter Wolf an.

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