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Bildquelle: Getty Images

to go Flüssige Sattmacher, die auch schmecken

Schnell und unkompliziert zubereitet und auch gegessen: Ob To go oder To stay, Suppen boomen auch im Außer-Haus-Markt. Aber auch gesund, lecker und nachhaltig müssen sie sein.

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr allein im Convenience-Markt rund 16 Millionen Portionen Suppen verzehrt. Zu diesem Ergebnis kommt das Crest Konsumentenpanel des Marktforschungsunternehmens Npd-Group. Demnach hat der Suppenkonsum in diesem Markt im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt. „Das ist insofern besonders beachtlich, da im Gegensatz dazu im gesamten deutschen Außer-Haus- sowie Gastronomie-Markt der Suppenkonsum im gleichen Zeitraum rückläufig war“, so Andreas Lauszat von Npd-Group.

So erfreuten sich Suppe in den Convenience-Stores vor allem bei weiblichen Konsumenten sowie jungen Erwachsenen von 25 bis 34 Jahren besonders hoher Beliebtheit. Ein Grund ist, so Lauszat, auch das gestiegene Angebot im Markt, also zum Beispiel die Verfügbarkeit von Suppen an Bahnhöfen oder Flughäfen. Zudem passten die Produkte ideal zur Zielgruppe, die vorwiegend jung, mobil, berufstätig und unter Zeitdruck sei.

Qualität und Transparenz
Dabei stellen die Käufer hohe Ansprüche an die flüssigen Sattmacher. Der Trend geht zu Produktneuheiten, die gleichzeitig mit besserem Geschmack, ausgewogenen Zutaten und einer einfachen Zubereitung aufwarten können. so die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Doch auch wenn Gesundheit und Nachhaltigkeit wichtige aufstrebende Trends bei der Produktentwicklung seien, müssten sie stets mit dem wichtigsten Innovationstreiber, dem Komfort, vereinbar sein.

Die Verbraucher achten mehr und mehr darauf, was in ihrem Essen wirklich steckt, haben aber gleichzeitig immer weniger Zeit, selbst zu kochen“, sagt Daniel Gibisch einer der beiden Gründer des Bio-Suppen-Startups Little Lunch. „Der Wunsch nach Qualität und Transparenz steht definitiv im Vordergrund. Unsere Kunden möchten ein ehrliches Produkt, das nachhaltig produziert ist.“

Ein weiterer klar erkennbarer Trend sei, dass auch beim schnellen Lunch mit Kollegen inzwischen bewusst darauf geachtet wird, weniger Müll zu produzieren. „Wir tragen aktiv dazu bei, indem alle Produkte in Mehrweggläsern verkauft werden.“ Neben verzehrfertigen Suppen in Geschmacksrichtungen wie zum Beispiel Süßkartoffel Curry, Thai Curry oder Kürbis Mango sowie in klassischen Varianten wie Linsen-, Kartoffel oder Gulaschsuppe, bietet das Unternehmen auch Brühen und Fonds.

Lust auf Bio-Suppen
„Klar erkennbar ist, dass der Absatz an konventionellen Suppen sinkt, allerdings im Bio-Bereich stetig steigt“, sagt Gibisch von Little Lunch. In Deutschland gebe es mittlerweile mehr als neun Millionen Vegetarier und Veganer. Dazu kommen Unverträglichkeiten wie auf Gluten oder Laktose. „Little Lunch bietet 100 Prozent Bio mit dem Fokus auf bester Qualität.“ Das Unternehmen habe einen Marktanteil von 58,1 Prozent im Segment Bio-Suppen ungekühlt und ist laut Nielsen Handelspanel 2019 Marktführer in diesem Bereich.

Auf den „authentischen Geschmack Asiens“, der in der europäischen Küche verbreitet werden soll, setzt Instant-Nudel-Hersteller Nissin Foods Group, dessen Produkte auch online erhältlich sind, beispielsweise bei Amazon oder – je nach Region – in den Portalen der bekannten Lebensmittelmärkte. „Unsere Zielkäufergruppe sind die Generation Z und Millennials, die an Themen wie Asien, der asiatische Küche, Reisen, und so weiter interessiert sind“, berichtet Tomomitsu Taue, Marketing Director Europe des Unternehmens.

„Hungrig auf das Leben“
Die Marke Cup Noodles wolle diejenigen ansprechen, die „hungrig auf das Leben“ und ständig in Bewegung sind sowie danach streben, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Das Cup-Noodles-Sortiment bietet demnach sowohl Suppen als auch Fertiggerichte im Wok-Style in insgesamt 13 authentisch asiatischen Geschmacksrichtungen. Unterwegs schnell, gesund und ausgewogen essen: Immer mehr Tankstellen, To-Go-Shops oder Kioske haben den Trend erkannt und bieten ihren Kunden Suppen to stay. Die Handelsgastronomie ist laut EHI Retail Institute zum konzeptionellen Bestandteil vieler Einkaufsstätten geworden. Auch der gestresste Büromensch finde ein passendes Angebot für seine Mittagspause.

Das EHI stellt in einer Verbraucherbefragung in Kooperation mit den Marktforschern von GfK fest, dass sich die Handelsgastronomie etabliert hat und prognostizierte für das vergangene Jahr einen Gesamtumsatz von 10 Milliarden Euro. „Wenn Konsumenten frische, verzehrfertige Speisen im Handel kaufen, geben Sie dafür durchschnittlich etwa 22 Euro im Monat aus.“, sagt Olaf Hohmann, Geschäftsleitung und Handelsgastronomie-Experte beim EHI.

Fast jeder zweite Kunde der Handelsgastronomie kaufe bei der Gelegenheit auch andere Artikel im Handel vor Ort ein. Für ihre kulinarische Pause hält sich demnach rund ein Viertel der Kunden über 20 Minuten im Handel auf. Weitere 42 Prozent nehmen sich hierfür bis zu 20 Minuten Zeit und nur bei 15 Prozent nimmt die Essenspause lediglich bis zu 10 Minuten in Anspruch, ergab die Erhebung.

Suppen auch für C-Stores
Auch das Unternehmen Münchner Suppenküche hat das große Potenzial von Suppen erkannt und bietet seine Suppen-, Eintopf- und Brühekreationen nicht nur in eigenen Restaurants oder im Catering, sondern auch im Frischebecher in Supermärkten und To-Go-Läden an. Zu den Kunden zählen auch die Einzel- und Systemgastronomie sowie Hotellerie. „Das besondere an unseren Suppen ist, dass sie noch handwerklich gekocht werden, wie bei Oma am Herd, nur der Topf ist etwas größer“, erklärt Geschäftsführer Manfred Kneifel. Für die Herstellung verwende man ausschließlich hochwertige Zutaten und keine künstlichen Aromen oder Konservierungsstoffe. So entstehen Produkte wie Karotte-Kokos-Ingwer-, Sizilianische Tomatensuppe, Altbayerische Kartoffel- suppe oder Tom Kha Gai mit Hähnchenfleisch.

Laut EHI-Erhebung müsse das kulinarische Außer-Haus-Angebot in erster Linie schmecken, und die Atmosphäre sollte ansprechend sein. Außerdem gelte eine Unterbrechung im Alltag wie eine Pause im Büro als willkommen. In zweiter Linie spielten Zeitmangel und Bequemlichkeit eine Rolle. Ob die Kunden im Geschäft speisen oder das Zubereitete mitnehmen, hänge häufig davon ab, wo sie sich in angenehmerer Gesellschaft befänden und wie viel Zeit letzendlich zur Verfügung stehe.

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