Alkoholfreie Getränke Natur zum Trinken

Auf dem Markt der alkoholfreien Getränke tut sich viel. Für die Convenience-Shop-Verantwortlichen ist es wichtig, mit ihren Angeboten den Zeitgeist zu treffen.

Dienstag, 03. April 2018 - Non-Food
Ulrike Pütthoff
Artikelbild Natur zum Trinken

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Den Brauereien und Spirituosen-Produzenten bläst der Wind heutzutage rauer ins Gesicht als noch vor wenigen Jahren. Demgegenüber verspüren die Hersteller alkoholfreier Getränke eher Rückenwind. Nach Auffassung von Branchen-Beobachtern profitieren sie vom anhaltenden Wunsch der Verbraucher nach einer ausgewogenen, natürlichen und hochwertigen Ernährung. Der spiegelt sich unter anderem in den positiven Zahlen des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM) wider.

Die deutschen Mineralbrunnen haben 2017 insgesamt 11,3 Mrd. l Mineral- und Heilwasser abgefüllt; zusammen mit Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränken wurden 14,7 Mrd. l erreicht. Das entsprach dem Vorjahreswert.

Breite Wasser-Palette unverzichtbar

„Mineralwasser steht als unverfälschtes und bestens kontrolliertes Naturprodukt in besonderem Maße für Qualität, Reinheit, Sicherheit und Transparenz. Es ist sogar das einzige Lebensmittel in Deutschland, das eine amtliche Anerkennung erhält“, fühlt sich VDM-Geschäftsführer Udo Kremer bestätigt. Im Convenience-Bereich darf eine breite Wasser-Palette nach seiner Ansicht nicht fehlen.

Udo Kremer zufolge war Mineralwasser mit wenig Kohlensäure die beliebteste Mineralwasser-Sorte des vergangenen Jahres. Hier lag der Absatz bei knapp 5 Mrd. l, gefolgt von klassischem Sprudel mit einer Abfüllmenge von 4,1 Mrd. l.

Während Heilwasser einen Rückgang von 1,5 Prozent hinnehmen musste, verzeichnete Mineralwasser ohne Kohlensäure mit einem Plus von 7,5 Prozent den größten Zuwachs. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Mineral- und Heilwasser befand sich 2017 mit knapp 148 l auf dem hohen Vorjahresniveau.

Mit Wasser „mit Schuss“ ist zum Beispiel die Getränkegruppe Hövelmann auch im Convenience-Bereich erfolgreich unterwegs. Die Marke Rheinfels Quelle umfasst sowohl Mehrweg- als auch Einwegflaschen in unterschiedlichen Größen.

Neuigkeiten auch von Sinalco

„Die Verfügbarkeit und Sichtbarkeit in diesem Segment ist ein ganz wesentliches Element unserer Vertriebsstrategie“, betont Wolfgang Effer, der nationale Key Account Manager Convenience bei der Getränkegruppe Hövelmann. Und diese Strategie werde auch 2018 weiter entwickelt, wie Effer hinzu fügt. Nach dem erfolgreichen Start des Wasser-plus-Konzeptes „Gartentraum“ mit den beiden Sorten Pflaume und Pfirsich – die 2017 lediglich als Limited Edition erhältlich waren – wird diese Produkt-Range im laufenden Jahr fortgeführt.

Außerdem kommt es zu einem Zuwachs bei den Durstlöschern in Form der Sorten Brombeere, Pfirsich und Rhabarber. Effer: „Die Sorten basieren auf kohlensäurehaltigem Mineralwasser und enthalten jeweils 15 Prozent Fruchtsaft. Sie sind kalorienarm ohne Süßstoffe, für die vegane Ernährung geeignet und außerdem frei von Gluten, Laktose, Milcheiweiß sowie Farbstoffen.“

Der Getränkegruppe Hövelmann bietet nach Darstellung von Wolfgang Effer der Markenklassiker Sinalco ebenfalls allen Grund zur Freude. Weil sich die Zweifrucht-Limonaden mit 10 Prozent Saftgehalt als Wachstumsmotoren erwiesen hätten, werde das Konzept „Sinalco Extra fruchtig“ in diesem Jahr weiter geschrieben. Die Geschmacksrichtungen Orange-Maracuja und Limette-Melone bekommen Gesellschaft, und zwar durch Pink Grapefruit-Cranberry.