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Coffeedrinks Free From krabbelt aus der Nische

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Die Ernährungsgewohnheiten befinden sich in einem grundsätzlichen Wandel. Das berührt auch Coffeedrinks.

Früher hatten Lebensmittel ohne Laktose, Gluten, Nüsse, Hefe, Soja und Konservierungsstoffe ausschließlich die Funktion von Problemlösern. Ohne Wenn und Aber wurden sie mit Krankheiten assoziiert, weil sie Menschen mit Unverträglichkeiten helfen sollten.

Heute haben die so genannten Free-From-Produkte diesen etwas schalen Beigeschmack verloren. Denn eine breite Bevölkerungsgruppe möchte sich gesünder ernähren und wählt deshalb auch ohne persönliche Betroffenheit den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel-Inhaltsstoffe.

Anschluss an den konventionellen LEH finden

Seitdem krabbelt Free From immer schneller aus der Nische, wird selbstverständlicher, etabliert sich. Und natürlich legen Verbraucher, die so ticken, ihre Ansprüche und Erwartungen in Tankstellen und Co. nicht ab. Für Coffeedrinks ist in diesem Zusammenhang die Laktosefreiheit der wichtigste Punkt. Und CS-Verantwortliche sind gut beraten, wenn sie dafür sorgen, dass ihr Sortiment auch hierzu etwas zu bieten hat.

Lebensmittel-Experten sind sich darin einig: Die Bedeutung von Free From wird ebenso wachsen wie der Bedarf. Schließlich befinden sich die Ernährungsgewohnheiten in einem grundsätzlichen Wandel – gepuscht von sensibler werdenden Verbrauchern und immer mehr Allergien, unter denen die Menschen leiden.

Hinzu kommt eine Art philosophische Komponente: Die Lebensumstände und die Welt als solche werden komplexer. Parallel dazu wollen Menschen einen Gegenpol setzen, in dem sie sich intensiv mit den von ihnen konsumierten Lebensmitteln befassen und von ihnen zusätzlichen Nutzen erwarten. So soll Sicherheit erlangt werden, die an anderer Stelle oft vermisst wird.

Die Experten rechnen mit zusätzlichem Schwung für den Free-From-Bereich, sobald erst die Lebensmittel-Großkonzerne in die Herstellung massentauglicher Produkte eingestiegen sein werden. Bereits jetzt setzt sich der konventionelle Lebensmittel-Einzelhandel (LEH) mit dem Thema Free From sehr offensiv auseinander. Vor allem durch das Einführen von Eigenmarken hat er das Thema in den Vordergrund gerückt. Einen großen Umsatzträger stellt das Free-From-Segment im konventionellen LEH (noch) nicht dar, doch er profitiert vom Image- und Kompetenztransfer. Und wenn es ihm gelingt, dann sollten es auch die Convenience-Shops schaffen.