Edeka-Chef Markus Mosa Picnic wird Online-Arm von Edeka

Edeka setzt bei E-Food auf das Start-up Picnic. "Picnic wird der Online-Arm von Edeka", sagte Edeka-Chef Markus Mosa am Montag in der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf. Edeka wolle aber nicht das Ruder übernehmen. Mosa "Wir streben keine Mehrheit an dem Unternehmen an, keine Kontrolle."

Dienstag, 04. Mai 2021 - Online-Shops
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Bildquelle: Edeka

Mosa betonte weiter, der Onlinehandel mit Lebensmitteln habe sich 2020 verdoppelt, und Edeka wolle hier nicht den Einstieg verpassen. Deshalb habe man sich bereits vor einiger Zeit zum Engagement bei Picnic entschlossen. Edeka sei überzeugt, dass das Konzept des Unternehmens am ehesten die Chance biete, im Onlinehandel mit Lebensmittel Geld zu verdienen. Während die Kunden bei den meisten anderen Anbietern ein Zeitfenster für die Lieferung der Ware auswählen können, liefert Picnic die Produkte wie früher der Milchmann zu festgelegten Zeiten. So können die Zustellungen in einer Straße oder in einem Viertel gebündelt werden. Das garantiert eine bessere Auslastung der Fahrzeuge und niedrigere Kosten.

Picnic ist in Deutschland bislang nur in Nordrhein-Westfalen präsent, hat dort aber im Corona-Jahr 2020 enorme Wachstumsraten erzielt und die Zahl seiner Kunden nach eigenen Angaben innerhalb von zwölf Monaten von 50 000 auf 200 000 erhöht. Das Unternehmen liefert mit einer Flotte von 400 selbst entwickelten Elektrofahrzeugen mittlerweile in 45 Städten des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Ware ins Haus. Bereits im nächsten Jahr könnte Picnic nach den Worten von Deutschland-Chef Fredric Knaudt auch in andere Bundesländer expandieren.