Bildquelle: Lekkerland, Internorga

Branche Corona und Convenience

Die Convenience-Branche gehört zu denen, die den Pandemie-Alltag in Deutschland am Laufen halten. Wichtig ist, dass Mitarbeiter und Kunden so sicher wie möglich sind und die Ware in die Shops geliefert wird.

Die Convenience-Branche hat durch die drohende Pandemie ebenso zu kämpfen, wie viele andere Branchen. Zwar müssen und dürfen die meisten Shops in Deutschland, ebenso wie die in Italien, Österreich und in allen anderen stark betroffen Ländern, weitgehend weiter öffnen. Aber mit Verlusten, insbesondere bei Shops in Bahnhöfen, an Autobahnen und Flughäfen, wegen der stark eingeschränkten Mobilität, ist zu rechnen. Insgesamt wird damit aber auch eindeutig klar, welche gesellschaftliche Relevanz die Convenience-Vertriebskanäle national und weltweit haben.

Öffnen mit Risiko
Doch wer weiter öffnen darf, steht auch in der Verantwortung: Das Risiko für die Gesundheit von Kunden und Mitarbeitern ist zu minimieren. Hier wird nach dem Eindruck der Convenience-Shop-Redaktion sehr verantwortungsvoll gehandelt. Mit Vorsicht und Hygiene lassen die Betreibergesellschaften und Einzelbetreiber die großmöglichste Sorgfalt walten. Für die Shops ist es natürlich ganz entscheidend, dass sie weiterhin zuverlässig mit Ware beliefert werden.

Auf Anfrage von Convenience Shop teilte der Convenience-Großhändler Lekkerland am 20. März 2020 dazu mit: „Lekkerland versorgt auch in der aktuellen Krisensituation seine Kunden, darunter Tankstellen-Shops, Kioske, Convenience-Stores, Bäckereien und Lebensmitteleinzelhändler, zuverlässig mit Produkten für den Unterwegskonsum. Dazu zählen beispielsweise Kaffee, Snacks und Getränke.“ Patrick Steppe, Vorstandsvorsitzender der Lekkerland SE & Co. KG.: „Wir verzeichnen aktuell keine Lieferschwierigkeiten. Die eingehenden Aufträge können verarbeitet und unseren Kunden zugestellt werden“. Das Unternehmen stehe in engem Austausch mit seinen Lieferanten, um mögliche Lieferengpässe frühzeitig zu erkennen, darauf reagieren und bei Bedarf seine Kunden informieren zu können. „Dass die Corona-Krise bisher keine Auswirkungen auf die Belieferung habe, verdanke das Unternehmen „dem außergewöhnlichen Einsatz unserer Mitarbeiter“, so Steppe weiter. Gleichzeitig habe Lekkerland frühzeitig auf die Krise reagiert und gehandelt. Jeder Mitarbeiter, bei dem es möglich ist, sei angehalten, im Homeoffice zu arbeiten. In den Logistikzentren und bei der Auslieferung sind unter anderem strikte Hygienemaßnahmen eingeführt worden. Ein Krisen-Reaktionsteam prüfe regelmäßig diese Maßnahmen auf Anpassung, so das Unternehmen.

Währenddessen hat die Vereinigung Deutscher Autohöfe, VEDA, in einem offenen Brief an ihre Mitglieder, darum gebeten, die Versorgung der LKW-Fahrer in der Corona-Krise soweit es möglich sei, aufrecht zu erhalten. Auch wenn die Regelungen in den verschiedenen Bundesländern eine Öffnung der Gastronomie nicht zuließen, bat der Verband, ein Angebot an To-go Speisen für die Lkw-Fahrer bereit zu halten und Zugang zu den Sanitäranlagen zu gewährleisten. Die Lkw-Fahrer seien eine wesentliche Stütze der täglichen Versorgung. Auch die Tankstellen im Tank & Rast Servicenetz stehen Reisenden weiterhin zur Verfügung, einschließlich der Shops mit ihrem gastronomischen Angebot aus warmen und kalten Snacks sowie Getränken, teilte das Unternehmen mit.

E-Zigaretten und Bier
Besorgt zeigten sich die Verbände der E-Zigaretten-Branche über die erforderliche Grundversorgung ehemaliger Raucher. Diese sei nicht immer gewährleistet. Sie appellierten, die E-Zigarettenfachhändler in die Ausnahmen der Schließungsverfügungen aufzunehmen. Philip Morris hingegen gab bekannt, seine Iqos-Shops währen der Krise dicht zu machen. Von der Schließung von Restaurants und Kneipen ist die deutsche Braubranche stark betroffen. Veltins spricht von einem „historischen Einschnitt“ und hat seinen Außendienst zurückgezogen.
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