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US-Strafzölle Deutsche Kekse und Waffelprodukte hart getroffen

Die Erhebung eines Strafzolls von 25 Prozent auf gesüßte Kekse und Waffelprodukte, die aus Deutschland in die Vereinigten Staaten exportiert werden, trifft die deutschen Hersteller von Feinen Backwaren sehr hart. Das teilt der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie mit. Seit der Einführung der Strafzölle Einführung im Oktober 2019 sei der Außenhandelsumsatz bis Anfang April 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den betroffenen Produktgruppen in der Menge um 21,7  Prozent gesunken. Für den weiteren Jahresverlauf 2020 werden noch deutlich größere Rückgänge bis hin zum kompletten Wegfall des US-Geschäfts bei einzelnen Unternehmen erwartet.

Bis zur Erhebung der Strafzölle für Kekse und Waffeln waren die USA das mit Abstand wichtigste Exportland für deutsche Kekshersteller und die Süßwarenunternehmen insgesamt außerhalb der EU. Die Besonderheit der nun von den USA erhobenen Strafzölle ist, dass bei der Produktgruppe der Feinen Backwaren allein Produkte aus Deutschland und Großbritannien von den US-Sanktionen betroffen sind, andere europäische Wettbewerber nicht. "Diese Strafzölle gefährden im höchsten Maße das jahrelange Engagement der deutschen Hersteller von Feinen Backwaren in den USA. Aber auch in Deutschland kann dies zu erheblichen Auswirkungen führen, wie etwa dem Abbau von Arbeitsplätzen. Denn das US-Geschäft ist für viele Unternehmen wichtig für die Auslastung der Produktionsstätten“, fasst Andreas Nickenig, Vorsitzender der Fachsparte Feine Backwaren im BDSI, die Auswirkungen des Handelsstreits um Subventionen im Flugzeugbau zusammen. „Es darf nicht sein, dass Familienunternehmen aus der Süßwarenindustrie hier die Fehler einer WTO-widrigen Subventionspolitik in der Großindustrie ausbaden müssen“, so Nickenich weiter.
 

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