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Tiefkühlkost Gute Gründe für den Frozen Food Day

Tiefkühlprodukte werden immer beliebter und sind für heutige Konsumenten und für ihre Ernährung schwer zu ersetzen. Wichtigster Abnehmer für das eiskalte Sortiment ist der Außer-Haus-Markt.

Präsident Ronald Reagan hatte zu Amtszeiten nicht den besten Ruf. Das Staatsoberhaupt wurde während seiner Amtsperioden von 1981 bis 1989 von vielen Menschen als „Kriegstreiber“ geschmäht; auch in Deutschland gingen hunderttausende Bürger gegen seinen Aufrüstungskurs auf die Straße. Doch die Tiefkühlwirtschaft lässt nichts Schlechtes auf den 2004 verstorbenen Reagan kommen. Schließlich war er es, der am 6. März 1984 in den USA erstmals den „Frozen Food Day“ ausgerufen hatte. Damit sollte die bedeutende Leistung gewürdigt werden, die die Tiefkühlindustrie für die Lebensmittelversorgung erbringt. Und nachfolgende Generationen sollten so an diese wichtige Innovation der Hersteller und Produzenten erinnert werden.

Klarer Siegeszug der ‧Tiefkühlprodukte
Mittlerweile wird am 6. März auch international darauf hingewiesen, dass eine Welt ohne Tiefkühlprodukte eine ärmere wäre. In diesem Jahr fand deshalb der „Tag der Tiefkühlkost“ zum 35. Mal statt. Wer diese 35 Jahre Revue passieren lässt, erkennt den Siegeszug der Tiefkühlprodukte. Beim ersten „Tag der Tiefkühlkost“ betrug der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland noch 17,2 Kilogramm. 2018 waren es nach einer Prognose des Deutschen Tiefkühlinstitutes (dti) 46,5 Kilogramm – und das mit steigender Tendenz. Während die 46,5 Kilogramm für 2018 noch eine Prognose darstellen, sind die offiziellen Zahlen für 2017 inzwischen bekannt. Demnach stieg der Pro-Kopf-Verbrauch (ohne Speiseeis) auf 46,3 Kilogramm. 2015 waren es 44,5 Kilogramm und 2016 bereits 45,4 Kilogramm. Beim Absatz gab es einen Sprung von 3,54 Millionen Tonnen 2015 auf 3,63 Millionen Tonnen 2016 bis hin zu 3,73 Millionen Tonnen im Jahr 2017.

Mit steigender Tendenz
Im Außer-Haus-Markt wurde der Absatz um 3,4 Prozent auf 1,89 Millionen Tonnen erhöht. Im Jahr zuvor waren es 1,82 Millionen Tonnen. Damit wurde die Absatzmenge im Lebensmittel-Einzelhandel und auch bei den Bringdiensten von 1,84 Millionen Tonnen übertroffen.
Der Außer-Haus-Umsatz erreichte einen Wert von 6,55 Milliarden Euro. Das sind fünf Prozent mehr als 2016: Vor drei Jahren waren es 6,24 Milliarden Euro gewesen. Im Lebensmittelhandel standen 7,79 Milliarden Euro 2017 den „nur“ 7,57 Milliarden Euro 2016 gegenüber.

Das Fazit für die Tiefkühlkost
Die Lebensmittel aus der Kälte werden nachweislich immer beliebter. Das Deutsche Tiefkühlinstitut weiß von einem vielfältigen Sortiment im Lebensmittel-Einzelhandel, das mehr als 17.000 Produkte umfasst. Hier findet wohl jeder etwas nach seinem Geschmack. So erstaunt es nicht, dass laut Deutschem Tiefkühlinstitut 98 Prozent der deutschen Haushalte Tiefkühlprodukte einkaufen. Vor dem Hintergrund des heutigen Ernährungsverhaltens sind Tiefkühlprodukte einfach nicht mehr wegzudenken. Gut möglich, dass US-Präsident Reagan vor Jahrzehnten davon schon so eine Ahnung hatte.

Zweistelliges Absatzplus auch bei TK-Pizza
Das gilt auch für das beliebteste TK-Produkt in den Convenience-Shops. 15,1 Prozent mehr Absatz – dieses Plus kann der Bereich Pizza im Außer-Haus-Markt für sich verbuchen. Und das ist nach Angaben des Deutschen Tiefkühlinstitutes das höchste Wachstum bei sämtlichen Tiefkühlprodukten. Allerdings erfolgt das Plus auf einem niedrigen Niveau: Nach 23.917 Tonnen 2016 waren es im Folgejahr 27.523 Tonnen. Im Lebensmittelhandel lag der Zuwachs mit 310.966 Tonnen bei 2,4 Prozent. 2016 waren es 303.678 Tonnen. Die Zahlen des Gesamtmarktes: 338.489 Tonnen 2017 und somit 3,3 Prozent mehr als 2016 mit 327.595 Tonnen.

„Pizza-Report“ kennt die beliebtesten Sorten
Für Convenience-Shop-Verantwortliche ist es natürlich gut zu wissen, welche Pizza am beliebtesten ist. Der „Pizza-Report“ gibt Auskunft. Bei ihm handelt es sich um die umfangreichste statistische Veröffentlichung zum Thema Pizza und Fast Food. Sie basiert auf vielen Millionen Bestellungen bei Pizza.de, wo Lieferdienste und Pizzaservices aus ganz Deutschland ein gemeinsames Bestell-Dach gefunden haben. Laut „Pizza-Report“ bleibt die Pizza Salami der Dauerbrenner: 21 Prozent aller Bestellungen auf Pizza.de bezogen sich auf sie. Es folgen Pizza Schinken mit 19 Prozent und Pizza Margherita mit 8 Prozent.

Die Brandenburger bevorzugen Pizza Hot Dog
Allerdings bestehen in den einzelnen Regionen Deutschlands zum Teil erhebliche Unterschiede. In Brandenburg zum Beispiel wurde Pizza Hot Dog häufiger geordert als die klassische Margherita. Ähnlich sieht es in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt aus. Und wer vermutet hätte, dass Berlin eine Hochburg für vegetarische Pizza wäre, sieht sich bei der Lektüre des Pizza-Reports eines anderen belehrt. Auffällig im Gesamtranking ist das gute Abschneiden der Multikulti-Varianten Pizza Döner und Pizza Gyros. Diese sind populärer als der ein oder andere Pizza-Klassiker oder auch als beispielsweise Calzone, Pizza Veggie oder Pizza Mista.

Das Deutsche Tiefkühlinstitut hat zusammen mit Industrie-Partnern eine „Brancheninitiative Tiefkühlabteilung“ gestartet. Sie will den Abverkauf von ‧Tiefkühlprodukten erleichtern, indem sie unter anderem über eine richtige ‧Platzierung und sinnvolle Marketing‧maßnahmen informiert.