Foodservice Umsatz nicht verspielen

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Die Convenience-Stores sollten den Weg zu mehr Speisen-Qualität mitgehen. Von Hersteller-Seite kommt vielfältige Unterstützung.

Lebensmittelhändler und Baumärkte, Buchhändler und Textilienhändler, Möbelhäuser und Shopping-Center – sie alle und noch weitere Akteure werden gastronomisch immer aktiver. Nicht ohne Grund hat das EHI Retail Institute deshalb Ende 2017 eine „Initiative Handelsgastronomie“ ins Leben gerufen, die Praxishilfen unterschiedlicher Art geben will.

Speziell den Tankstellen-Betreibern raten die Wissenschaftler, sie sollten den Weg zu mehr Qualität bei den angebotenen Speisen (und Getränken) mitgehen. Grund genug für Convenience Shop, sich genauer mit den Konzepten der Partner für die Tankstellen-Bistros zu beschäftigen.

Das Hot-Dog-Geschäft

Wer die Angebote unter dem Oberbegriff „Fleisch“ näher betrachtet, stellt fest: Der Hot Dog macht zurzeit kräftig Boden gut. Einer der deutlichsten Hinweise: Im Herbst 2017 hat McDonald´s Hot Dogs in sein Sortiment aufgenommen, sicherlich auch, weil die Grilled Dogs von Burger King weggehen wie warme Semmeln. Daniel Ullrich, Geschäftsführender Gesellschafter von Hot Dog World, mit Sitz in Langenhagen bei Hannover, wundert das nicht: „Klar ist, dass sich das Thema Hot Dog vielschichtiger spielen lässt als der Burger. Wo beim Burger immer ein Patty aus Rindfleisch die Basis bildet, kann die Wurst beim Hot Dog aus Schwein, Rind, Geflügel, Fisch oder Tofu bestehen.“ Das vor 18 Jahren gestartete Unternehmen Hot Dog World berät und unterstützt bei Hot-Dog-Geschäften, hatte seinen Ursprung in zwei Verkaufsständen am Flughafen von Hannover. Aus der Sicht von Daniel Ullrich ist der Hot Dog „ein echtes Impulsprodukt und ein perfekter Snack“. Mit der richtigen Produktpräsentation und hochwertigen Zutaten könne leicht zum Kauf animiert werden – zumal man den Hot Dog, im Gegensatz zum Burger, gerne ganz lässig im Stehen verzehre.

Die Saucen-Innovation

Eine Reihe von Lieferanten wollen das Hot-Dog-Geschäft ebenfalls fördern. Einer von ihnen ist Aryzta Food Solutions. Kreative Aryzta-Köpfe haben das Konzept „Hot Dog Bar“ entwickelt. Das umfasst verschiedene Brötchen bis hin zu Würstchen, Saucen und Verpackungen. Für die Zubereitung wird bei Bedarf ein Würstchensteamer beigesteuert. Tiefgekühlte und frische Produkte werden zusammen ausgeliefert – was den Mitarbeitern Zeit bei der Bestellung und der Warenannahme spart.

Lantmännen Unibake will Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowohl den Genuss von Burgern als auch von Hot Dogs erleichtern. Deshalb listet er nun den Classic Gluten Free Bun mit Sesam und den Classic Gluten Free Hot Dog.

Vom Hot-Dog-Boom fühlte sich gleichermaßen der Saucen-Gigant H.J. Heinz animiert – zu Innovationen wie zum Beispiel der Smokey Baconnaise. Sie soll die Cremigkeit einer Mayonnaise und den rauchig-würzigen Geschmack von Bacon miteinander in Einklang bringen. Das Unternehmen verweist darauf, dass die praktische 875 ml-Squeeze-Flasche ein perfektes Dosieren der Menge ermögliche und mit nur einer Hand leicht gesteuert werden könne.