Alkoholfreie Getränke Der etwas andere Saft

Noch ist Cokossaft eher exotisch. Doch so mancher Caterer sucht gerade im Sommer nach alkoholfreien Alternativen. Den Ton gibt in Europa derzeit vor allem eine Marke an.

Es könnte das alkoholfreie Trend-Getränk des Sommers werden: Cocossaft. Immer häufiger ist das Getränk in der Gastronomie zu finden. Auch der erste Coffee Bone und Tea Leaf-Store in Köln hat den Saft im SB-Programm. Vor allem Promis sorgten in den vergangenen Jahren in der Öffentlichkeit dafür, dass der Saft zum In-Getränk avanciert. Gisele Bündchen, Rihanna und Madonna gönnten sich schon mal den ein oder anderen Schluck in der Öffentlichkeit. Das hat dazu geführt, dass in den USA die Nachfrage regelrecht explodiert ist. Logische Konsequenz: Langsam aber sicher kommt der Saft auch nach Europa. Marktführer in Deutschland ist Coco Juice von Dr. Antonio Martins, der als in Wien tätiger Kinderarzt das Getränk aus seiner brasilianischen Heimat zunächst nach Österreich und später auch nach Deutschland gebracht hat. Allerdings hat es einige Zeit gedauert, bis das Produkt marktfähig war, denn Martins hatte hohe Ansprüche. So wollte er einen Cocossaft, der abgefüllt lange haltbar ist und dennoch so schmecken soll wie frischer Cocossaft. Eine besondere Filtertechnik und eine kalt-aseptische Abfüllung machen es möglich. Fruchtgehalt: 100 Prozent. Somit zählt Coco Juice laut Fruchtsaftverordnung in die Kategorie der Direktsäfte und unterscheiden sich somit von den Cocosdrinks auf dem Markt, die als Fruchtsaftgetränke Zusatzstoffe wie Zucker enthalten dürfen, oder auch mit Wasser verdünnt sein können. Hinter der Marke Coco Juice steht das Unternehmen Green Coco Europe, das den Saft von insgesamt acht Lieferanten aus Brasilien, von den Philippinen und auf Sri Lanka bezieht. Übrigens versichert der Hersteller, dass für den Anbau der Cocospalmen kein Regenwald abgeholzt wird. „Die Palmen wachsen auf Flächen, die schon seit langem landwirtschaftlich genutzt und von kleinen Farmern und Kooperativen bewirtschaftet werden. Außerdem legen die Verantwortlichen nach eigenen Angaben Wert darauf, dass alle Bestandteile der Frucht genutzt werden. Das Fruchtfleisch wird zu Cocosmilch-Produkten verarbeitet, die Green Coco Europe ebenfalls unter der Marke Dr. Antonio Martins anbietet. Hierzu gehören ein Smoothie, Milk for Drinking sowie Milk for Cooking. Letzteres dürfte so manchem Caterer in der asiatischen Küche schon öfter in die Hände gefallen sein.

Übrigens bringt das Unternehmen aktuell das Original und mehrere Geschmacks-Varianten in einer 330 ml-PET-Flasche in die Regale des Handels. Damit dürfte der Bekanntheitsgrad bei den Verbrauchern nochmals deutlich erhöht und die Erklärungsbedürftigkeit im Catering-Bereich weiter gemindert werden.