Bildquelle: Nestlé-Mövenpick

Eiskrem Die Eisbrecher 2016

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Noch mitten im Winter eines jeden Jahres stellen die Eis-Hersteller ihre Innovationen für die kommende Eis-Saison vor. Hier sind die Neuheiten, mit denen die Shop-Kunden 2016 zur Truhe gelockt werden sollen.

Rund 7,7 Liter Speiseeis hat jeder Deutsche 2014 im Schnitt gegessen. Aktuelle Zahlen aus dem vergangenen Jahr liegen noch nicht vor, aber es ist davon auszugehen, dass der heiße Sommer den Eiskrem-Absatz ordentlich gepuscht hat, so wie bei dem Münchener Kiosk-Betreiber Harald Guzahn (siehe Interview Seite 40). Somit könnte der Pro-Kopf-Verbrauch 2015 die 8 Liter-Marke erstmals seit 2007 wieder überschritten haben. Und dann wäre immer noch ordentlich Luft nach oben, zumindest, wenn man sich die vergleichsweise wetterunabhängigen Verbrauchszahlen in skandinavischen Ländern anschaut. Sie sind die Europameister im Eis-Verzehr. So kommen die Finnen auf fast 12 Liter im Jahr, die Norweger schaffen im Schnitt fast 11 Liter und die Schweden immer noch deutlich mehr als 10 Liter pro Kopf und Jahr. Doch auch in Deutschland verändern sich die Konsumgewohnheiten. Immer häufiger wird Eiskrem auch in den wärmer werdenden Wintern nachgefragt. Ein deutliches Zeichen daf? ?r ist, dass die Winterpausen der italienischen Eisdielen immer kürzer werden. Aber auch die Hersteller von Markeneis reagieren und bringen spezielle Innovationen in „winterlichen Geschmacksrichtungen“ auf den Markt.

Noch sind es aber die heißen Tage, die für Absatz im Eis-Geschäft sorgen. Die Kioske auf Camping-Plätzen und in Schwimmbädern haben dann Hochkonjunktur. Das ist der Grund, warum die Hersteller spätestens Anfang des Jahres ihre neuesten Kollektionen präsentieren, die ab Frühjahr in den Truhen der Shop-Betreiber liegen sollen. Und sie werden in den C-Stores von den Kunden auch erwartet. Vertreten sein müssen außerdem die gut laufenden Top-Marken. Und so mancher Nostalgiker greift gern mal zur Neuauflage seines Lieblings-Eises aus Kindertagen. Es ist also die Mischung aus Innovationen, etablierten Marken sowie Eis-Varianten mit Kult-Status, die in die Impuls-Truhe gehören. Auch die Verpackung spielt eine Rolle. Sicherlich steht dem Impulseis, also der Einzelverpackung (egal ob Hörnchen, Stiel, Riegel oder Becher) der meiste Platz zu. Aber am richtigen Standort, beispielsweise dort, wo C-Stores auch eine Nahversorger-Funktion übernehmen, können durchaus au ch so genannte Haushaltpackungen, also größere Gebinde, Sinn machen. Wer seinen Shop-Kunden ein breites Sortiment präsentieren und den Eiskrem-Umsatz maximieren will, kommt heute also an der Mischtruhe nicht vorbei. Die Präsentation von vielen herstellerübergreifenden Marken hat sich bewährt. Nur so haben übrigens auch kleinere Marken und Nischenprodukte, die auch Trends wie Vegan und Bio oder auch Fairtrade berücksichtigen, überhaupt eine Chance, gelistet zu werden. Ganz nebenbei sorgt ein solches Nischen-Angebot auch noch für zusätzliches Kunden-Potenzial. Aber was haben die Hersteller nun für die kommende Sommer-Saison 2016 in petto?