Trotz begrenzter Shop-Flächen Kein Abseits für Tiefkühlkost

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Hähnchenbrust mit Süßkartoffeln in Koskosmilch oder Red Fruit Cookie mit Waldfruchtsauce und Schokokeksen: Das Angebot wird immer raffinierter und vielseitiger. Doch was, wenn die Kapazität von Tiefkühltruhe und -regal schnell ihre Grenze erreicht?

Es liegt in der Natur der Dinge: Shop-Flächen sind begrenzt. Doch gerade das zeichnet sie auch aus, nämlich dem Verbraucher wirklich nur jene Artikel zu offerieren, die er am dringendsten benötigt. Für die Betreiber ist die Sortimentszusammensetzung darum eine der größten Herausforderungen. Die Devise lautet: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Bei Wagner empfiehlt man den Convenience-Stores sich zuerst auf die am stärksten nachgefragten Artikel zu konzentrieren. Damit sei der Handel gut beraten, denn „Topseller sichern nicht nur die Rendite sondern sorgen bei sinnvollem Preisabstand zum Supermarkt auch für viel Frequenz im Shop,“ begründet Anke Barge, Leiterin Handelsmarketing Wagner. Schnelldreher der Wagner Marke ist die Big Pizza Beef Jalapenos gefolgt von den Geschmacksrichtungen Western, Supreme und Hawaii sowie natürlich die Klassiker Steinofen-Pizza Salami und Flammkuchen Unser Original.

Da der Kunde im Convenience-Bereich zu Recht aber auch Innovationen erwartet, gehören sie immer wieder ins Programm. So hat Dr. Oetker aktuell damit begonnen, jedes halbe Jahr sein Pizza-Sortiment um eine Sorte zu ergänzen, die nur kurzfristig gelistet bleibt, um von einer anderen Geschmacksrichtung abgelöst zu werden. Die Bielefelder bringen im laufenden Monat außerdem eine neue Pizza-Sorte Salame-Peperoni mit würzigem aber nicht zu scharfem Geschmack in den Handel.

Insgesamt richtet sich die exakte Zusammenstellung des Sortiments aus Klassikern und Neuheiten nach dem Umfeld, den regionalen Besonderheiten und der Kundenstruktur des jeweiligen Shops. Für Planung und fachgerechte Platzierung bieten die Hersteller dem Handel Serviceleistungen und Hilfestellung an. Aber nicht nur der begrenzte Platz ist bei der Sortimentsplanung zu berücksichtigen. Fakt ist auch, dass der Kunde sich nur wenig Zeit für den Einkauf von tiefgekühlten Produkten lässt. Laut einer Studie des Kartoffel-Spezialisten McCain sind es genau 60 Sekunden, die der Kunde mit dem Kauf von TK-Kartoffelprodukten verbringt, wobei er die meiste Zeit allein schon zur Orientierung benötigt. Daher, so folgert Claudia Pohl, Marketing Manager McCain, müsse die Platzierung shopper-orientiert sein.“ Übersichtlichkeit und eindeutige Preisauszeichnung sparen dem Kunden Zeit, die dann möglicherweise für Zusatzeinkäufe genutzt werde. Immerhin erfolgen laut McCain 25 Prozent aller Käufe komplett spontan, ausgelöst etwa durch Werbemaßnahmen am Point of Sale (PoS) oder durch aufmerksamkeitsstarke Platzierung.