Coffeedrinks Reaktionen auf wachsendes Gesundheitsbewusstsein

Ein Randbereich im Kaffee-Segment sind die Coffeedrinks. Meist sind sie gekühlt und im SB-Regal zu finden. In C-Stores haben sie als ein klassischer To-go-Artikel ihre Fangemeinde. Und so finden sich hier die meisten Produktneuheiten und Innovationen, die die Herzen der Kaffee-Liebhaber schneller schlagen lassen.

Beispiele: Das Unternehmen Lattesso hat seine Kaffee-Familie – bestehend aus den Sorten Macciato, Cappuccino, Fit und Espresso – um Lattesso Black vergrößert. Dabei handelt es sich nach Firmenangaben um den ersten „Black Coffee To Go“ auf dem Markt: Seine Zielgruppe sind Kunden, die ihren Kaffee gerne schwarz trinken, also ohne Milch. Der Lattesso Black, der mit lediglich 6 Prozent Zucker auskommt, enthält drei Espressi mit 188 mg Koffein aus röstfrischem Kaffee made in Honduras. „188 mg Koffein im 250 ml- Becher – das ist mehr als doppelt so viel Koffein wie in handelsüblichen Energy-Getränken“, heißt es aus der Unternehmenszentrale in der Schweiz. Bei der Produktion wird auf marktübliche Bindemittel, Stabilisatoren und Emulgatoren verzichtet – eine Verbeugung vor dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher.

Keinerlei Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe finden sich ebenfalls im Issimo aus dem Hause Illycaffé, das weltweit einen einzigartigen Espressokaffee vertreibt. So avancierte er in den Vereinigten Staaten zu der einzigen Kaffeemarke in Flaschen, die im Naturkostsortiment der Whole-Foods-Bio-Supermärkte gelistet ist.

Der Issimo bekam kürzlich eine neue Rezeptur und ein neues Packaging verpasst. Die neue Rezeptur sei von einem wesentlich höheren Kaffeeanteil und einem geringeren Marktanteil (nämlich rund 35 Prozent im Vergleich zu den marktüblichen 70 Prozent) gekennzeichnet, informiert das Unternehmen. Auch bei der Verpackung geht Illy neue Wege, soll doch das Design italienischen Lifestyle vom Feinsten signalisieren.

Und Marktführer Emmi? Der hat vor wenigen Wochen den so genannten Mr.Big-Becher für Caffé Latte präsentiert, der statt 230 ml jetzt 370 ml fasst. Der extragroße und auffällige Becher zielt vor allem auf die Tankstellen-Shops ab. Weil sich selbst dieses Produkt nicht von alleine verkauft, wurde im Mai eine nationale Out-of-home-Kampagne gestartet.