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Convenience Best 2017 Innovative Produkte sind unverzichtbar

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Für den Convenience Best-Award hat Lekkerland wieder die Innovationen und Neulistungen der vergangenen zwölf Monate herausgefiltert. Für Rikus Kolster, Senior Vice President Corporate Purchasing & Category Management in Frechen, sind sie der Motor des Handels.

Wie wichtig ist es für Lekkerland, Innovationen zu fördern?

Rikus Kolster: Ganz generell sind neue, innovative Produkte, die den Bedarf und den Geschmack vieler Verbraucher treffen, unverzichtbar. Insbesondere für uns als Convenience-Anbieter in der Unterwegsversorgung ist es wichtig, regelmäßig Neuheiten zu listen. Das steigert die Attraktivität der Outlets für die Konsumenten und damit die Positionierung im intensiven Wettbewerb.

Wir wollen darüber hinaus unsere Kunden dabei unterstützen, langfristig erfolgreich zu sein. Dafür sind Innovationen in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung: sei es bei der Shopgestaltung, bei neuen Dienstleistungen, bei Foodservice- und Kaffee-Konzepten – oder bei der Sortimentsvielfalt. Daher arbeiten wir eng mit unseren Industriepartnern zusammen, um sie bei der Entwicklung von Produktneuheiten zu unterstützen. Zudem entwickeln unsere Eigenmarken-Tochtergesellschaft Convivo und unser Foodservice-Team zum Teil eigene Produkte.

Wie verschaffen Sie sich einen Überblick über aktuelle Trends in den conveniencetypischen Warengruppen?

Kolster: Wir gewinnen diesen Überblick erstens durch die intensive Zusammenarbeit mit den rund 55.000 Verkaufsstellen in Deutschland, die wir beraten und beliefern. Dazu gehört der regelmäßige Blick ins Sortiment und der Abgleich mit Markttrends: Welche Produkte und Produktkategorien fehlen möglicherweise? Welche Produkte sind im Umfeld des Shops und in vergleichbaren Shops derzeit stark gefragt?

Zweitens kennen wir aktuelle Trends bei Convenience-Produkten dank des engen Dialogs mit unseren Industriepartnern. Wir sprechen mit ihnen nicht nur regelmäßig über Marktentwicklungen und Neuheiten. Viele Hersteller binden uns auch frühzeitig in die Entwicklung von Produkten ein und holen bei uns Feedback zu Ideen und Produktgestaltungen ein.

Eine wichtige Rolle spielt drittens das Thema Marktforschung: Wir beschäftigen dafür ein eigenes Team, das aktuelle Studien auswertet und selbst Befragungen durchführt. Im Fokus steht dabei die Entwicklung der Bedürfnisse und Präferenzen von Endverbrauchern.

Vor zwei Jahren gab es im Rahmen von Convenience Best noch keine Warenkategorie New Generation Products. In diesem Jahr holen sich drei Hersteller Gold, Silber und Bronze. Sind diese New Generations Products wie E-Zigaretten und Heat-not-burn-Produkte die Innovationen schlecht hin?

Kolster: Es gibt jedenfalls aktuell keine andere Warenkategorie, in der Innovationen den Markt derart verändert haben und in kurzer Zeit so viele regelmäßige Kunden gewinnen konnten, wie es den New Generation Products im Bereich der Tabakwaren gelungen ist.

Der Markt für diese Produkte hat sich in jüngster Zeit sehr dynamisch entwickelt. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, darunter politische Vorgaben, veränderte Einstellungen der Konsumenten und natürlich Initiativen der Hersteller. Die Investitionen und die Marketing-Aktivitäten von Produzenten wie Philip Morris im Bereich der Heat-not-burn-Produkte und JTI bzw. BAT im Bereich der E-Zigarette treiben diese Marktveränderungen voran. Das sind sehr spannende Entwicklungen, mit denen sich jeder Händler befassen sollte, der einen relevanten Teil seines Umsatzes mit Tabakwaren erzielt. Wir beraten unsere Kunden dazu umfassend.

Haben Sie auch bei anderen Warengruppe festgestellt, dass eine Innovation eine ganze Kategorie verändert bzw. dass daraus eine ganz neue hervorgeht?

Kolster: Das wohl bekannteste Beispiel aus der Vergangenheit ist Red Bull mit der Entwicklung von Energydrinks. Damals wurde eine neue Kategorie geschaffen und der Markt für Erfrischungsgetränke verändert, insbesondere im Convenience-Segment.

Seitdem gab es auch in anderen Warengruppen eine ganze Reihe von Innovationen, die die Kategorie sehr verändert haben. Ein Beispiel sind Mischgetränke bei Bier und Spirituosen, die mittlerweile einen nennenswerten Anteil an der Kategorie haben. Und im Bereich Foodservice hat die Entwicklung von Convenience-Produkten das Sortiment deutlich attraktiver gemacht.