Convenience City Perle im Revier

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Den typischen Ruhrgebietsklischees ist Bochum entwachsen. Weiter richtig ist das Bild von der dort blühenden Kiosk und Convenience-Kultur, auch wenn der Kult-Kiosk von Elli Altegoer, wo Herbert Grönemeyer einkaufte, kürzlich schloss.

Vor wenigen Wochen diskutierten in Bochum Vertreter aus Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft darüber, wie man ein zeitgemäßes und stimmiges Profil für Bochum entwickeln könne. Dabei werden die wirtschaftlichen Probleme der Stadt durch die anstehende weitgehende Schließung des Opel-Werkes nicht weniger. Erneut werden der Stadt viele tausend Arbeitsplätze und damit auch Kaufkraft verloren gehen. Doch der Blick geht bei vielen schon nach vorne.
Die Anbieter bequemer Versorgung, ob im Stadtzentrum, an Tankstellen oder an der Universität, haben diesbezüglich ihre Hausaufgaben meist gemacht. Deshalb ist der moderne urbane Lebensstil auch in Bochum längst angekommen. Es bestehen allerdings große Unterschiede zwischen den Stadtteilen. Dort, wo die Anwohner über wenig Geld verfügen, ist es weiterhin schwer, ein rentables Convenience-Geschäft zu machen.

Westfalen - Stadtteil

Ihr Engagement trägt das Convenience-Geschäft der Stadt mit: 2012 konnte Heike Reinecke für ihre Station im Stadtteil Laer die Auszeichnung „Shop des Jahres“ von Convenience Shop gewinnen. Wer sie jetzt besucht, wird feststellen, dass die engagierte Betreiberin in ihrem Tatendrang nicht nachgelassen hat. Die Mischung aus top-moderner Gestaltung und guter Teamarbeit, macht die Station sehenswert. >> Alte Wittener Straße 40

CAP - Stadtteil

Das Anliegen der Nahversorgung verbindet „CAP...der Lebensmittelpunkt“ mit besonderem Engagement. Das Konzept der Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Süd eG, lässt Behinderte und Nichtbehinderte zusammen arbeiten. Marktleiter Holger Latza kann begleitetes Einkaufen und einen Lieferservice anbieten. In Laer ist zudem das eigene Backshop-Konzept CAPpuccino vertreten. >> Alte Wittener Straße 1a

Kiosk Zenisek - Stadtteil

Bochum ist seit jeher eine Stadt der Kioske und dort, wo sogar die Discounter verschwanden, sind sie heute manchmal die einzigen Versorger. Dennoch ist das Geschäft für die Betreiber kein Selbstläufer. Petra Zenisek hat erst im vergangenen Jahr einen traditionsreichen Kiosk übernommen. Sie hat ihn mit allerlei Modernisierungen und einigen neuen Angeboten, wie frisch aufgebackenen Brötchen und einer Lotto-Annahmestelle, etabliert. >> Hordeler Heide 108

Fotos: Stefan Mugrauer