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Neue Dienstleistungsmodule

Wenn es um Zusatzdienstleistungen geht, haben hochfrequentierte Standorte mit langen Öffnungszeiten die Nase vorn. Im Laufe der Jahre sind aus manchen C-Stores kleine Dienstleitungszentren geworden, mit Paket- und Reinigungsannahme, Fahrkartenverkauf, Lotto-Toto-Annahmestellen usw. Durch die zunehmende Mobilität entwickeln sich neue Kategorien, etwas der internationale Bargeldtransfer und eine Fülle elektronischer Guthabenkarten, Wertgutscheine usw.

Seit Jahresanfang leiht Valora beispielsweise an seinen Schweizer Verkaufspunkten K Kiosk, Avec und Press & Books geladene Akkus für Smartphones aus. Sind sie leer, können Nutzer sie an einer der 1.000 Verkaufsstellen wieder zurückgeben. Dank der lückenlosen Annahmestellen hat der Händler das Problem der Stromversorgung gelöst.

Lekkerland gehört zu den ersten Fachgroßhändlern, der seinen Kunden die Möglichkeit bietet, Bargeld unkompliziert ohne Konto ins Ausland zu transferieren. Dazu arbeiten die Frechener mit dem internationalen Finanzdienstleister Moneygram zusammen. Vermutlich hatten sie den richtigen Riecher, denn acht von zehn befragten Experten räumen in der Studie dieser Dienstleitung besonders große Bedeutung ein, gefolgt von E-Loading (knapp zwei Drittel). Die Ränge dahinter, wobei Mehrfachnennungen möglich waren:

  • Paketannahme 56 Prozent
  • Geldautomaten 55 Prozent
  • Reinigungsannahme 53 Prozent
  • Fahrkartenverkauf 41 Prozent
  • Lotto und Toto 39 Prozent
  • Eintrittskarten 37 Prozent.

Shopper wissen C-Stores zu schätzen

Darüber hinaus holten sich die Autoren auch die Meinung von rund 1.000 Verbrauchern ein. Dabei stellte sich heraus, dass die Hälfte aller von Valido im Mai 2016 Befragten Convenience-Shops mit Ready-to-eat- Angeboten aufsuchen. Sogar jeder Zwölfte verpflegt sich dort unterwegs mindestens einmal in der Woche. Rund ein Viertel der Verbraucher, die in Tankstellen-Shops einkaufen, sind froh, dass es diese gibt. Jeder dritte Befragte kauft dort aber nur ein, wenn er tankt. Jeder zehnte Befragte hätte gerne noch mehr Angebote. Ein Viertel befürwortet aber auch die Pläne von Rewe und Aral, an 1.000 Stationen ein abgespecktes Supermarktsortiment mit Foodservice in Zukunft vorzufinden. Allerdings hatten 70 Prozent noch gar nichts von dem Vorhaben erfahren. Aral dürfte es vor allem freuen, dass für 12 Prozent der Befragten die Rewe-Ansiedlung ein Grund mehr ist, bei Blau-weiß zu tanken.

Dass Presse-Erzeugnisse, Tabakwaren, Süßwaren und alkoholfreie Getränke in Tankstellen-Shops die Kundenmagnete sind, ist bekannt. Doch 18 Prozent der Verbraucher schätzen auch ein Angebot an Heißgetränken wie Kaffee oder Tee. Knapp 15 Prozent sehen zudem Bistro-Produkte als einen wichtigen Sortimentsbaustein.

Alles in allem stehen die Zeichen für den Convenience-Kanal gut, wenngleich es für die Unternehmen noch gewisse Herausforderungen zu überwinden gibt, etwa Personal bzw. Nachwuchskräfte zu finden und Neukunden zu gewinnen oder auch innovative Produkte und Dienstleitungen in die Regale zu bringen. Die Experten definieren genau, in welchen Warengruppen sie neue Impulse für angebracht halten (siehe Tabelle).

Der Branchenreport Convenience 2017 von BBE Media ist über die Internetseite www.marktstudien24.de zu beziehen.