Bildquelle: Convenience Shop

Befragung Die Zukunft ist mobil...

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...und die Branche stellt sich darauf ein. Experten haben das gegenüber Convenience Shop bestätigt. Ihre Pläne für das laufende Jahr.

Convenience-Format und -Produkte sind der steigenden Mobilität der Konsumenten geschuldet. Regelmäßige Mahlzeiten werden durch kleine Zwischendurch-Verpflegungen ersetzt. Somit ist die Unterwegsversorgung zum festen Bestandteil der Gesellschaft geworden. Der Entwicklung haben sich die C-Stores längst angenommen. Eine Erhebung des Convenience-Großhändlers MCS belegt aber auch, dass die Händler noch einige Potenziale verschenken.

Convenience Shop befragte Branchenexperten nach ihren Einschätzungen für das laufende Jahr. Geschlossen sind sie der Meinung, dass in dem Kanal noch enorme Wachstumschancen stecken. Übereinstimmung herrscht auch darüber, von welchen Bereichen bzw. Warengruppen das getragen wird. Ausnahmslos haben alle Befragten dabei den Außer-Haus-Verzehr im Fokus. So führen Kaffee und Snacks die Prioritätenliste an.

Gefragt sind und gefördert werden to-go-fähige Produkte. Allerdings lassen sich Shopper mit 0815-Angeboten nicht mehr zufriedenstellen. Es sollten hochwertige, gesunde und frische Lebensmittel sein. Die befragten Experten sind außerdem überzeugt, dass sich die Ultrafrische weiterentwickeln wird, was nicht bedeutet, dass die klassischen Shop-Artikel wie Getränke, Süßwaren, Tabakwaren zu vernachlässigen sind, sagt Rainer Utz, der darin weiter Umsatzpotenzial sieht. Peter Obeldobel, Valora Holding Germany, geht noch weiter. Er glaubt, dass der C-Stores mit Tabakwaren vom Lebensmittel-Einzelhandel Marktanteile dazugewinnen kann, während Torsten Eichinger, MCS, im Segment der Getränke Zuwächse erwartet. Diese würden von Innovationen getrieben, wohl wissend, dass in diesem Falle auch das Wetter der beste Verkäufer ist.

Interessante Produkte zu finden, ist eine Herausforderung, eine weitere ist, spannende, maßgeschneiderte Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Die Anbieter müssen also optimierte Sortimentsmixe erarbeiten, mit denen sie allgemeine Trends bedienen und lokal angepasste Sortimente stärken. Wobei Ina Poulus von Esso zu bedenken gibt, dass es das eine Erfolgsrezept nicht gibt, denn es spielten regionale Unterschiede wie auch die Marktgebiet der jeweiligen Station eine Rolle.

Eine persönliche, intensive Beratung und eine individuelle Standort- und Potentialanalyse sind für die Edeka C+C Großmarkt GmbH die Basis einer erfolgreichen Geschäftsbeziehung. Darauf aufbauend entwickelt sie Konzepte, die sich unterscheiden und dem Endverbraucher erschließen, erläutert Marko Unger: „Denn nur so ist im Einzelkundensegment als auch im konzeptgetriebenen Bereich eine Differenzierung vom Wettbewerb möglich.“

Fest steht jedenfalls für alle Befragten, dass der Wettbewerb in diesem Jahr weiter zunehmen wird. Udo Klinkhammer von der Rewe sieht das genauso, obwohl sein Unternehmen mittelfristig sich 1.000 Standorte für Rewe to go an Aral-Tankstellen gesichert hat und diese nach und nach umrüstet auf das Convenience-Format.

Es ist zu erwarten, dass das klassische Geschäft der Convenience-Stores und Tankstellenshops Mitstreiter durch Vertriebskanäle erhält, für die die Zielgruppe der Shopper interessanter wird. Schließlich fasst Convenience mehr und mehr Fuß im klassischen Lebensmittel-Einzelhandel. Daraus kann eine größere Verschmelzung von Formaten folgen.