Bildquelle: Peter Eilers

AH to go Shell frischt auf

 

Shell und Ahold sind seit August Partner. Die „Probezeit“ ist auf ein Jahr angelegt, und zwar an fünf Shell-Stationen im westlichen NRW mit unterschiedlichen Standortkriterien.

Es ist nicht neu, dass die Shell Shop-Wachstum mit strategischen Partnern generieren will und testet jetzt eine Zusammenarbeit mit dem niederländischen Händler Albert Heijn. „Der AH-Deal ist auf jeden Fall keine Antwort auf Aral und Rewe to go“, unterstreicht Robert Kurtze, Co-Location Manager Shell DACH. Die Ambitionen des Mineralölkonzerns seien von der zunehmenden Mobilität der Verbraucher und einer gesunden Unterwegs-Versorgung getrieben. Und dafür habe Albert Heijn ein vielversprechendes Konzept. Doch jede weitere Aussage zu einer dauerhaften Kooperation sei derzeit rein spekulativ, betonen Kurtze und Alberts Heijns General Manager Deutschland Mathias Gehle.

Als Clip In, wie die Niederländer den Shop im Shop nennen, werden in den ausgewählten Shell-Stationen 150 AH-Produkte angeboten, vorwiegende gekühlte Frische bzw. Chilled Food: Der Schwerpunkt liegt auf Salaten, Fertiggerichten, Wraps, Smoothies, Backwaren.. Dazu ein kleines Süßwarenregal mit Top-Sellern der AH-Eigenmarken-Range, die aufgrund ihrer Alleinstellungsmerkmale, das Shell-typische süße Sortiment nicht kannibalisieren, erklärt Florian Süßdorf, Senior Category Manager bei Albert Heijn.

Rund 20 bis 35 qm benötigt die Platzierung des blauen Sortiments. Dafür hat die Mineralölgesellschaft fürs Erste ihren Bistro-Bereich incl. Kaffee-Bar sowie gekühlte Frischprodukte (von Yoghurt bis Feinkostsalaten) ganz herausgenommen. Die jeweiligen Topseller werden allerdings bei den blauen Ranges integriert. „Wir werden alle infrage kommenden Sortimentsbausteine testen und später sondieren“, so Süßdorf.

Für den Foodservice ist Albert Heijn ebenfalls verantwortlich. Dieser setzt sich zusammen aus süßen, frisch aufgebackenen Backwaren in SB. Das Anreichen von belegten Brötchen sowie den Kaffee-Ausschank übernehmen die Stationsmitarbeiter. Warme Speisen gibt es nicht aus dem Bistro, sondern aus dem Regal: Dort findet man die so genannten Steam Meals aus frischen und vorgegarten Zutaten, die zuhause oder vor Ort in der Mikrowelle dampfgegart werden.

Das Angebot ist aufgrund der Auswahl stark an die Marke Albert Heijn gekoppelt. Eine Eigenmarke also, die in NRW, bedingt durch die Nähe zu den Niederlanden, eine hohe Bekanntheit genießt. Dass sie sich auch bundesweit behaupten könnte, daran hat der Category-Manager keinen Zweifel.

Doch zuvor müsste die Logistik aufgebaut werden. Die fünf Testshops beliefert Shell-Partner Lekkerland vom Lager Oberhausen aus, wo die Albert Heijn-Produkte direkt aus den Niederlanden kommissioniert und via Fuhrpark der Frechener weiter verteilt werden. Ist eine weitere Expansion nach Süden, Osten oder Norden geplant, müssten weitere Cross-Docking-Stationen von Lekkerland aufgeschaltet werden.