Bildquelle: Carsten Hoppen, Ingo Hilger, Martin Hagen

Shop des Jahres Die Würfel sind gefallen

Einmal mehr zeigte die Branche bei der Ausschreibung „Shop des Jahres“, was in ihr steckt, und dass auch kleine Flächen mit einem zielgerichteten Sortiment über Wachstumspotential verfügen. Die Jury war von drei Konzepten besonders überzeugt und hat sie mit dem Branchenpreis ausgezeichnet.

Sie sind schon aufeinander eingestimmt, wenn auch nicht immer einstimmig in der Bewertung – die Mitglieder der Jury „Shop des Jahres“, die im Oktober in Neuwied zusammenkamen. Und so entwickelte sich in diesem Jahr wieder eine spannende Diskussion um die Gewinner und Nominierten, um Theorie und Praxis, Sortimente und Ladeneinrichtung, Mitarbeitereinsatz, Werbung, Aktionen usw. Jeder bewertete die einzelnen Aktivitäten aus seinem Blickwinkel und aus seiner Erfahrung heraus.

Bei der Auswahl wurden Hans Jürgen Krone, Martin Eschbach und Ulrike Pütthoff (Redaktion von Convenience Shop) von Heike Reinecke (Tankstellen-Betreiberin aus Bochum), Torsten Eichinger (MCS, Offenburg) und Günther Rothfuchs (SSP, Eschborn) unterstützt. Die Praktiker hatten vor allem auch ein Blick für die betriebswirtschaftlichen Strukturdaten, die bei genauem Hinsehen wie ein Räderwerk ineinander greifen: Ist in einer Tankstelle der Umsatzanteil Tabakwaren von nur 30 Prozent realistisch? Passt die Mitarbeiterzahl zu den hohen Erlösen in einem Bistro? Oder müsste der Durchschnittsbon nicht doch höher sein?

Vieles erklärte sich schließlich aus dem Standort. Vor allem in der Kategorie Nahversorger, in der sich mehrere Dorfläden beworben hatten. Von ihnen kamen drei in die engere Wahl. Allen ist gemeinsam, dass sich ihr Sortiment häufig aus Waren von regionalen, häufig sogar lokaler, Lieferanten zusammensetzt. Dazu kommen eine Menge Bio- und Fairtrade-Produkte. Sie haben verstanden, dass sie andere Prioritäten setzen müssen, als mit Industriewaren dem Strudel des Preiswettbewerbs im LEH ausgeliefert zu sein.

Die nominierten Tankstellen bewiesen einmal mehr, dass der Foodservice in ihrem Bereich immer mehr Raum einnimmt. Aber, da waren sich die Juroren einig, wenn Backwaren und Co. integriert werden, dann muss man es richtig machen und es nicht beim Aufwärmen oder Aufbacken belassen.

Besonders schwer fiel allerdings die Entscheidung bei den Bahnhof-Shops. Sie brillierten mit gigantischen Umsatzzahlen und Kundenfrequenzen und mit einer Flächenproduktivität, die im guten fünfstelligen Bereich liegt.

Im Detail lesen Sie auf den verlinkten Seiten mehr über die Nominierten und Gewinner aus den drei Kategorien Tankstelle/Raststätte, Bahnhof/Flughafen und Nahversorger. Die drei von ihnen, die es bis nach ganz oben auf das Siegertreppchen geschafft haben, hat die Redaktion besucht, um ihnen persönlich zu gratulieren und den Preis zu überreichen. Die Sieges-Tour hat nach Karlsruhe geführt an die bft-Tankstelle von EFA, an den Münchener Hauptbahnhof in den dortigen Rewe to go und nach Schöllkrippen-Hofstädten in den Dorfladen.

Mit ihnen hatten die bft-Station Heimburger in Rottweil und die Shell-Station Herold in Lauf sowie der Spar Express, Hamburg Hauptbahnhof und die beiden Nahversorger, der Dorfladen Großdeinbach in Schwäbisch-Gmünd und Um‘s Eck in Plochingen die Endrunde erreicht.

Alle Prämierten und Nominierten haben sich mit wegweisenden Konzept und der Bereitschaft für Innovationen klassifiziert. Insofern gehören auch eine gute Zusammenarbeit mit Lieferanten, Herstellern und Dienstleistern zu den Erfolgsbausteinen. Vor diesem Hintergrund tragen sie auch den Wettbewerb Shop des Jahres mit. Unser Dank gilt insbesondere Coca-Cola sowie Combera.

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