Shop des Jahres 2014 Nominierte&Gewinner

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Die Preisverleihung war der krönende Abschluss des Wettbewerbs Shop des Jahres ’14. Convenience Shop hatte wieder innovative Store-Konzepte ausgezeichnet. Ob Gewinner oder Nominierte, sie alle hatten eins gemeinsam: Auf kleiner Fläche sorgen sie für Erlebnis.Kategorie: C-Store/Nahversorger/Kiosk

Tante Emma Laden & Café

Sie rückten gleich mit großer Mannschaft zur Preisverleihung an, ohne zu wissen, dass ihr Tante Emma Laden & Café gewinnen würde. Der Shop ist ein Projekt des BIB Augsburg, gemeinnützige Gesellschaft für Bildung, Integration und Beruf, die dort Langzeitarbeitslose beschäftigt. Er war vor drei Jahren schon einmal zum Shop des Jahres nominiert. Mittlerweile wurde viel verändert und professioneller aufgezogen. Der Shop ist von 46 auf 100 qm vergrößert und das Sortiment erweitert worden.

Das angeschlossene Café hat sich etabliert und bietet mittlerweile 62 statt vormals 34 Sitzplätze. Laden und Café werden immer stärker angenommen. Auffallend ist jetzt die wesentlich klarere Sortimentsstruktur und die Warenpräsentation. Bei der Warengestaltung wird Frische viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Neu ist, dass die Betreiber viele Regionallieferanten ins Boot geholt haben. Darüber hinaus ist der Tante Emma Laden auf lactose- und glutenfreie Produkte, vegane Kost und fairgehandelte Waren sowie auf Bio spezialisiert. Die Ware wird vor allem auch älteren Kunden auf Wunsch kostenlos nach Hause geliefert. Dem Tante Emma Laden merkt man an, dass er nicht mehr in den Kinderschuhen steckt, sondern jetzt professioneller betrieben wird als noch vor drei Jahren. Für die Jury stand darum auch fest, dass diese Weiterentwicklung und die neuen Impulse in den vergangenen drei Jahren die Auszeichnung verdient hat, begründete einer der Juroren, Reiner Graul, die Entscheidung am Vormittag.

Facts

  • Adresse: Tante Emma Laden & Café,
  • Am Fischertor 2, 86152 Augsburg
  • Fläche Shop: 130 qm
  • Fläche Bistro: 90 qm
  • Artikelzahl: 1.400
  • Umsatzanteil Bistro: 22,5 Prozent
Markt Laden Schwarzhofen

Es handelt sich hierbei um einen ehemaligen Genossenschaftsladen, der heute von Franz und Claudia Bauer betrieben wird. Das Angebot des 2004 eröffneten und zuletzt 2013 umgebauten 160 qm Shops mit 30 qm Bistro geht mit einer Artikel-Zahl von 2.500 deutlich über die Grundversorgung hinaus. Es gibt einen Back-Shop, regionale Produkte sowie Geschenkkörbe und einiges mehr.

Das Bistro wurde vor zwei Jahren an den Shop angegliedert und mit einer klassischen Backwaren-Theke ausgestattet. Dienstags gibt es ein Frühstücksbuffet, samstags Weißwurst-Frühstück und alle zwei Wochen trifft man sich dort zum Rentner-Stammtisch. Dazu kommen weitere saisonale Aktionen, wie aktuell ein Weihnachtsmarkt, bei dem die Dorfbewohner Unterstützung leisten.

Gut frequentiert sind auch die Dienstleistungsmodule: Sparkassen-Automat, Hermes-Paketshop, Getränke-Lieferservice und Reinigung. Der Marktladen macht seinem Ruf als Treffpunkt im Ort alle Ehre. Teil seines Gesamtkonzeptes ist es, die Dorfkultur zu pflegen und den Shop als Dienstleistungszentrum zu etablieren: „Wir kennen unsere Kunden, wissen in den meisten Fällen ihre Namen. Gute Laune ist bei uns Pflicht“, sagt das Ehepaar Bauer.

Miniladen Im Oberösch eG

Der Miniladen wird als Genossenschaftsladen betrieben. Er wurde 2009 eröffnet und bereits im November 2012 erweitert. Der Shop ist 155 qm groß, die Artikel-Zahl beträgt 3.000. Sortiments-Schwerpunkt ist die Theke mit heimischen Fleisch- und Wurstwaren beispielsweise aus einer Allgäuer Sennerei. Zu den Dienstleistungsmodulen zählen Lieferservice frei Haus für Senioren innerhalb des Stadtteils, Hermes-Versand und -Paketstation, Dazu kommt eine Kooperation mit einem Pflegeheim, in dem der Miniladen zusätzlich ein Café und einen weiteren Kiosk betreibt.

Dem Konzept des Bürgerladens standen die Bewohner von Kempten-Sankt Mang zunächst skeptisch gegenüber. Doch Marktstudien hatten ergeben, dass er funktionieren kann. Jetzt punktet der Miniladen an seinem Standort mit Frischwaren und regionalen Erzeugnissen in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Er bietet einen Mittagstisch und darüber hinaus Catering für bis zu 100 Personen an. Preislich orientiert er sich an den umliegenden LEH-Wettbewerbern und versucht sich von diesem durch qualitativ gute Ware sowie diverse Dienstleistungen abzuheben. Der Miniladen füllt eine Nahversorgungslücke und ist kommunikativer Treffpunkt.

Fotos: Carsten Hoppen