Nestlé's nachhaltige Produktion Die Schokoladenseiten

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Im Nestlé Chocoladen-Werk in Hamburg wird nachhaltig produziert – bis Ende 2014 stammen 100 Prozent des dort verwendeten Kakaos aus zertifiziertem Anbau. Basis sind das UTZ-Programm und der Nestlé Cocoa Plan, eines von insgesamt 80 internationalen Projekten, die sich für den verantwortungsvollen Kakaoanbau engagieren.

Wer das Gelände des Nestlé Chocoladen-Werks in Hamburg-Wandsbek betritt, schnuppert sich sehr schnell ins Thema. Schokolade, Minze, frisch gebackene Waffel – die Düfte der süßen Köstlichkeiten begleiten den Besucher auf seinem Weg. Im Inneren findet sich dann eine beeindruckende Kombination aus hochmoderner Technik und professioneller Handarbeit. „Bei uns zeigt jeder täglich seine Schokoladenseite“, sagt Peter Heidkamp, Kaufmännischer Leiter des Nestlé Chocoladen-Werks, mit einem Augenzwinkern und verweist auf die Nestlé Continuous Excellence Kultur im Unternehmen. Während eines Rundgangs erklärt er den Weg von der Kakaomasse zum Schokoriegel. Jedes Produkt hat seine eigene Schokoladenrezeptur, angepasst an die jeweiligen Herstellungsbesonderheiten. Während bei der After Eight-Range zum Beispiel das detailgenaue Handling beim „Eintüten“ eine Rolle spielt, sind es viele einzelne Schritte, die für die Herstellung von KitKat nötig werden. Team und Technik sind ebenso gefragt wie gute Rohprodukte.

Insgesamt rund 14.000 t Kakao werden in Hamburg pro Jahr verarbeitet, bis Ende 2014 wird die komplette Menge aus nachhaltigem Anbau stammen, ein Jahr früher als ursprünglich geplant. Grundlage ist der Nestlé Cocoa Plan, der Kleinbauern vor Ort, insbesondere in Westafrika, gezielt unterstützt, gegen nicht akzeptable Kinderarbeit vorgeht und die Bedingungen vor Ort verbessert. „Das Unternehmen hat sich 2009 verpflichtet, im Laufe von zehn Jahren 110 Mio. Schweizer Franken in den Nestlé Cocoa Plan zu investieren. Dieser fußt auf drei Säulen und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz,“ erläutert Oliver Schoß, Marketing Director Confectionary bei Nestlé Deutschland. „Im Fokus stehen die wirtschaftliche Situation der Bauern, die sozialen Rahmenbedingungen vor Ort und die Transparenz der Lieferkette.“ Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen die Schulung von Farmern, inzwischen sind es bereits mehr als 100.000, die Bereitstellung leistungsfähiger Pflanzen und der Aufbau einer transparenten Lieferkette mit direkten Lieferbeziehungen zu derzeit 57 Kooperativen allein an der Elfenbeinküste. Die Kleinbauern, die Teil des Cocoa Plans werden und sich darüber zertifizieren lassen, lernen mehr über das Pflanzen, Pflegen und Ernten. Zum anderen liefert Nestlé Unterstützung durch den Bau von Schulen, Brunnen oder Hygienemaßnahmen in den einzelnen Dörfern. 4 Mio. Setzlinge wurden bereits in Nestlé eigenen Forschungszentren gezielt gezüchtet und kostenlos an die Bauern verteilt. Eine Verpflichtung, die Früchte später an Nestlé zu verkaufen, gibt es nicht – eine Prämie von 10 bis 15 Prozent „on top“ des Mindestpreises ist oftmals Anreiz genug, um dennoch darüber nachzudenken.

Mit einer Vielzahl an Einzelmaßnahmen und Aktionen in den Kooperativen zählt der Nestlé Cocoa Plan zu den umfangreichsten und größten der aktuell 80 Projekte der Entwicklungszusammenarbeit, die bereits in Westafrika greifen. Das Kakao-Engagement der Unternehmen ist vielschichtig und geht meist über die ausschließliche Produkt- und Mengenoptimierung hinaus. Die wichtigste Zielsetzung sei die Investition in die Zukunft und in die Qualität des Kakaos. Eine knackige Werbebotschaft ließe sich aus diesem komplexen Thema ohnehin nicht formulieren. „Wir haben festgestellt, dass die Verbraucher ein großes Informationsbedürfnis und wachsenden Qualitätsanspruch haben“, so Schoß. „Es liegt uns deshalb viel daran, diese Informationen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.“ Produkte, für die nachhaltiger Kakao verwendet wird, sind mit dem Cocoa Plan-Signet gekennzeichnet, weiterführende Infos auf der Homepage. ke

Fotos: Nestlé