Sommer Eis Es wird Sommer

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Jetzt ist es wieder an der Zeit , die Eistruhen der Stores zu füllen. Klassiker, aber auch Innovationen sind gefragt. Von allem gibt es reichlich.

Wer kennt Karl Seyferth? Eher wohl die Wenigsten. Dabei war er es, der im Frühjahr 1935 das erste Eis am Stiel aus Dänemark nach Hamburg brachte. Ein Jahr später wurde die Langnese-Eiskrem GmbH gegründet. Heute, 80 Jahre nach der kalten Errungenschaft aus dem Norden, feiert Langnese seinen 80. Geburtstag, mit Heino, der den Kult-Werbehit „Like Ice in the Sunshine“ aus den 80er-Jahren neu auflegt. Auf den Stielen der Klassiker wie Capri (in den 1950ern eingeführt), Nogger (in den 1960ern eingeführt) sowie Dolomiti (in den 1970ern eingeführt und im vergangenen Jahr neu aufgelegt) sind Codes hinterlegt, für insgesamt 8 Millionen Sofortgewinne. Hauptpreis ist ein rotes BMW Mini One Cabrio - passend für den Sommer. Und den diesjährigen Saison-Start, auch wenn immer mehr warme Winter-Varianten dafür sorgen, dass Eiskrem zum Ganzjahres-Produkt avanciert. „In den letzten Jahren hat sich Langnese zunehmend wetterunabhängig aufgestellt und den Eisgenuss zu Hause und an kälteren Tagen erfolgreich beim Kunden etabliert“, so der Marktführer. Dennoch macht das Unternehmen auch keinen Hehl daraus, dass das „Wetter einen wichtigen Einfluss im Bereich des Impulseises hat“. Deshalb kommen auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Neuheiten in die TK-Truhen der C-Stores (siehe ab Seite 46). Das gilt natürlich auch für die anderen Hersteller, wie Nestlé Schöller, Häagen Dasz, oder Ben & Jerry’s. Und auch kleinere Unternehmen wollen am deutschen Eis-Markt partizipieren, wie beispielsweise Das Eis (siehe Reportage ab Seite 48). Das Wiesbadener Start Up-Unternehmen will nach guten Erfahrungen im Gastro-Sektor jetzt auch im Convenience-Kanal Fuß fassen und hier Bio-Eiskrem etablieren. Kleinere Pints gibt es bereits und im Herbst sollen Eis am Stiel-Varianten auf den Markt kommen.

Doch was sind die Eis-Trends 2015? Nachhaltigkeit, Bio und sogar veganer Eis-Genuss sind noch nicht Mainstream, aber vor allem in urbanen C-Stores durchaus nischenfüllend. Absatzmäßig befinden sich diese High-Premium-Marken zwar noch auf niedrigstem Niveau, doch es ist damit zu rechnen, dass die Nachfrage weiter steigt. „Premium-Eismarken haben im Convenience-Markt nur einen kleinen Marktanteil, dieser ist aber weiter wachsend“, bestätigt Corinna Troch, Senior Trade Manager OOH bei Unilever Deutschland. Das Unternehmen ist hier zu Lande für den Vertrieb von Ben & Jerry’s zuständig. Eine Kannibalisierung mit „klassischen“ Eis-Sorten muss nicht stattfinden. Im Gegenteil, so werden neue Eis-Kunden in die Stores gezogen.