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Bier-Regionalität Pluspunkte für Shop-Betreiber

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Ohne Bier läuft nichts in Deutschland. Es ist schließlich das Getränk Nr. 1 unter den alkoholhaltigen Angeboten. Doch statt zu großen Marken greifen immer mehr Verbraucher zu regionalen Bier-Spezialitäten. Dazu beigetragen haben auch die trendigen Craft-Biere.

Bier ist ein Klassiker und alle Welt spricht vom Trend und Boom der Craft-Biere. Doch die Realität sieht anders aus, wenn man die Zahlen betrachtet. Nachdem der nationale Biermarkt im ersten Halbjahr um etwa 2 Prozent zugelegt hat, konnten die Absätze während der Europameisterschaft im Juni mit der WM-Begeisterung vor zwei Jahren eben mal Schritt halten. „Gerade Markenbiere haben mehr als jede andere Warengruppe von der EM profitieren können“, so Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb der Brauerei Veltins.

Die Bedeutung von Craft-Bieren in den Absatzkanälen des Handels bleibt aber gering, während Spezialitätenbiere zulegen und ihren Anteil im Handel innerhalb von drei Jahren von 10 auf gut 15 Prozent steigerten. Die Abgrenzung ist schwierig. Eine Orientierung sind sicherlich die hohen Preise, die für Craft-Top-Biere verlangt werden. Da gibt es alternativ zu einer Flasche locker ein Sixpack oder gar eine ganze Kiste Bier. Doch der Preis ist berechtigt. Top-Weine sind gleichfalls teuer im Vergleich zur Massenware.

Spezialitäten sind die Alternativen, die sich im mittleren bis gehobenen Preis-Segment bewegen und durchweg gute Qualitäten bieten. Das gilt bei Wein ebenso wie auch bei Bier. Während feine Spezialitäten von immer mehr Menschen nachgefragt würden, habe das Craftbier-Segment dem Biermarkt bislang zu keinen mengenmäßigen Impulsen verholfen, heißt es bei Veltins. Abzuwarten bleibe, wie sich die beginnende Konsolidierungsphase in der Craftbier-Szene auswirke. „Die Lebendigkeit unternehmensfreudiger Brauer tut dem Image gut“, urteilt Dr. Kuhl. Fazit: Die TOPs der Craft-Biere sind lediglich die Zugpferde für gut gefüllte Geldbörsen und Sammler. Bierspezialitäten sind dagegen was für Genießer handwerklich gut gemachter Biere, und sie sind auf dem Vormarsch.

Eine Chance, die sich Convenience-Händler nicht entgehen lassen sollten. Beim traditionellen Weizenbier-Fassanstich der acht Mitgliedbetriebe der Vereinigung „Brauer mit Leib und Seele“ sagte ihr Sprecher Klaus Wunderlich und Chef der Herbsthäuser Brauerei Wunderlich treffend: „Das Reinheitsgebot bietet nicht Einfalt, sondern Vielfalt. Wir fördern als Brauer die regionale Kultur, zeigen unser ’wildes Bier’ und mehr. Bier wertschätzen ist mehr als nur einfach Malzwasser genießen.“

Zu den Bierspezialitäten, die der Convenience-Bereich beachten sollte, zählen sicherlich viele Biere. Einige seien kurz vorgestellt: Die Hirsch-Brauerei Hohner in Wurmlingen bietet beispielsweise mit Hirsch Gold, Pils und Weisse zusätzlich saisonale Spezialitäten und Jahrgangseditionen als ein feines Sortiment der Flaschenbiere an. Interessant auch die Editionsbiere aus der Welde-Welt in Schwetzingen, die das Jahrgangsbier Deutschland gut platziert neben Welde No.1 Premium Pils oder Kurpfalz Premium Export. Das Bier Schussenrieder Original N°1 hat jüngst die höchste Auszeichnung des iTQi – International Taste & Quality Institute in Brüssel für hervorragenden Geschmack erhalten. Es wurde mit drei goldenen Sternen ausgezeichnet. Das iTQi ist das einzige, etablierte Qualitätssiegel für Geschmack, das durch die Bewertung von Experten, nämlich Michelin-Sterne-Köchen und Sommeliers, ermittelt und vergeben wird.

Die Einbecker Brauhaus AG bringt Ainpöckisch Bier 1378 ab August 2016 in einer aufwändig gestalteten, mit Mattlack veredelten 0,5 l-Dose auf den Markt. Das Original aus der Heimat des Bockbieres, naturtrüb und hopfenbetont, urkundlich belegt seit 1378, ist deutschlandweit das erste unfiltrierte Bockbier in der Dose und damit höchst interessant für den Convenience-Kanal. Für die nationale Vertriebsbetreuung und Kundenbelieferung im Dosensegment wurde eine exklusive Kooperation mit MBG International Premium Brands in Paderborn eingegangen.